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"Erkenne Dich selbst !", so stand es schon einst über dem Orakel von Delphi.
Möget ihr, die ihr hierher kommt, um nach Antworten auf die Fragen des Lebens zu suchen, bereichert von hier gehen.
Doch denkt auch daran: If you look too deep into the abyss, the abyss looks back into you ...
Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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Nemesis (M+)

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Registriert: 31.03.2004
Beiträge: 1238

19.11.2004 - 00:27: Über Ohnmacht, Einsamkeit, Freundschaft und das Leben | Zitieren Zitieren

Dunkle Grüße !
Es gibt zwei sehr unterschiedliche Formen von Dingen, über die man sich aufregen und ärgern kann. Zum einen solche, die eine klare Ursache haben. Mit denen kann man ganz gut umgehen, da man die Schuld eindeutig zuweisen kann. Zum anderen gibt es aber auch viele Dinge, die einfach nicht gelingen wollen, ohne daß jemand etwas dafür könnte. Diese sind besonders schlimm, denn man kann niemandem die Schuld dafür geben. Man kann nur mit dem Schicksal hadern, was wenig hilft. Dennoch bin ich es ziemlich leid, immer die Ars**lochkarte des Lebens zu ziehen. *seufz*

Was ich meine, ist z.B. folgendes: Ich bin seit langer Zeit sehr einsam, möchte mich gerne mit den Leuten treffen und austauschen, die ich in den letzten Jahren über das Netz kennen- und mögen gelernt habe. Aber entweder es klappt schon nicht, überhaupt ein Treffen zu organisieren, oder es scheitert daran, daß die anderen zu sehr mit sich und ihren Problemen beschäftigt sind. Das kann man ihnen nicht vorwerfen, aber am Ende bin ich nach wie vor einsam, und noch dazu fühle ich mich ohmächtig und hilflos, weil ich nichts tun kann, um das zu ändern. Und wenn ich es versuche, geht es nur wieder schief. Das ist sehr frustrierend.

Manchmal frage ich mich schon, was wohl geworden wäre, hätte ich mein Kontaktverbot durchgehalten und wäre nie zurückgekommen. Das Leben geht weiter, hätten nicht die Leute, die glauben, ohne meine Hilfe nicht so gut zurechtgekommen zu sein, nicht doch auch ohne mich einen Weg gefunden weiterzuleben ? Ich zweifele nicht daran, daß viele sich freuen, daß es mich gibt und wenn ich da bin, aber wer würde mich wirklich vermissen, wenn es mich nicht (mehr) gäbe ? Viele würden es doch wohl erst nach einem halben Jahr oder noch später überhaupt bemerken, so sehr sind sie mit sich selbst beschäftigt, oder so wenig Zeit haben sie, um ihre Freundschaften zu pflegen, sei es nun online oder offline. Das ist leider die Welt, in der wir leben.

Vielleicht kann man so auch verstehen, warum ich das Menschsein an sich mehr hasse als die Menschen. Es gibt zu viele Dinge, die man einfach hinnehmen muß, zu wenig, was man aus eigener Kraft verändern kann. Von Geburt an ist man zu allem gezwungen, ein Sklave seiner Triebe und Gefühle. Was bleibt da übrig, was das Leben wirklich reizvoll und lebenswert machen könnte ?

MfG, Euer Nemesis, traurig und einsam.

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You think you KNOW me ?! - You ain´t seen NOTHING yet !

"Damit ihr wißt, wie es ist, in der Hölle zu sein,
damit ihr wißt, wie es ist, nach Erlösung zu schrei´n,
nur deshalb komm´ ich zurück,
mit flammendem Blick,
ich nehm´ das letzte Streichholz
und verbrenne eure schöne, heile Welt!"
(Oomph!)

Phobos - Daimos - Thanatos

 
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gryffi

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Registriert: 28.05.2004
Beiträge: 398

22.11.2004 - 20:48: RE: Über Ohnmacht, Einsamkeit, Freundschaft und das Leben | Zitieren Zitieren

*drück* wie gern würde man alles ändern, wie einfach es manchmal scheint, wie schwierig es doch ist, am ende...
ja, wer würde es denn merken, wäre man plötzlich weg? es hat nicht einmal etwas damit zu tun, ob man jemanden nur virtuell oder real kennt. niemand meiner "realen" freunde würde etwas bemerken. es ist nun einmal so...
und doch trotzdem. manchmal fühlt man sich ohnmächtig, aber es ist nicht immer so, auch wenn manchmal alles dagegen spricht. ich bin unglaublich froh, dich kennengelernt zu haben und ich denke sehr viel darüber nach. ich denke an die "alten" zeiten und irgendwie sind es schöne erinnerungen, die mir kraft geben (vielleicht verklär ich das, aber ist es denn nicht gut, wenn einem einmal das gute in erinnerung bleibt?)...
gib deine pläne nicht auf... es gibt doch immer rückschläge, aber es geht auch wieder weiter. wir wollten dieses leben vielleicht nicht, aber nun haben wir es... wir geben doch nicht kampflos auf *drück*

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~The Lights At The End Of The Tunnel Are Only The Headlights Of An Incoming Train~



 
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Nemesis (M+)

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Beiträge: 1238

22.11.2004 - 23:57: RE: Über Ohnmacht, Einsamkeit, Freundschaft und das Leben | Zitieren Zitieren

Grüß Dich !
Ein(e) Adamant D´Aresodin gibt niemals auf, das weißt Du doch. ;-)))

Es sind halt so einzelne Dinge, die einem auffallen, die in Summe ganz schön an den Nerven zerren können.

Wenn man z.B. die Mailbox kontrolliert, und es befinden sich dort, neben, so man Glück hat, einem Newsletter, nur unzählige Spam-Mails, dann ist das schon frustrierend.

Oder wenn man eben gerade eine emotional schwache Phase hat, in der man empfindlich ist und andere brauchen könnte, die einen trösten, daß gerade dann alle keine Zeit haben und mit sich beschäftigt sind, auch die, für die man selbst alles geben würde und in der Vergangenheit immer da war.

Ich möchte doch nur, daß mich jemand in den Arm nimmt und mir sagt, daß alles wieder gut werden wird. Ist das zuviel verlangt ? Wenn man offline schon einsam ist, warum wird man dann auch noch online von so vielen einfach vergessen oder im Stich gelassen, wo eine Mail doch nicht die Welt an Zeit oder Geld kostet ? Und warum behandeln einen andere nicht so, wie sie selbst behandelt werden wollen ?

MfG, Dein Nemesis.

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gryffi

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Registriert: 28.05.2004
Beiträge: 398

24.11.2004 - 18:39: RE: Über Ohnmacht, Einsamkeit, Freundschaft und das Leben | Zitieren Zitieren

grüss dich auch..

ehrlich gesagt, weiss ich zu deinen fragen keine antwort, vermutlich weiss niemand die. aber es geht allen so, viele beklagen sich darüber, aber niemand unternimmt etwas dagegen.
es gibt so viele kleine dinge, die man ändern könnte und die praktisch keinen aufwand bedeuten würden, aber sie werden nicht gemacht. vielleicht weil gewisse leute sich mehr zeit nehmen, sich zweimal pro tag umzuziehen, als eine mail zu schreiben, oder weil es leute gibt, die lieber eine serie im tv schauen, oder leute, die einfach nicht wissen, was sie schreiben sollen und sich damit überfordert fühlen.
oder wieso gibt es leute, die einen nicht so behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen? wieso gibt es also solche, die jeden tag einem zu spüren geben müssen, dass man der letzte *** der welt ist? vielleicht liegt es eben daran, dass nicht alle gleich empfinden. für die einen, ist es eben kein grosser verlust, nicht jeden tag eine mail zu bekommen, oder kein grosser verlust, von anderen nicht geachtet zu werden.
manche leute strotzen nur so von selbstbewusstsein, dass man nebendran gleich untergeht... und warum in aller welt spüren die mitmenschen nicht, was man braucht? ja, es ist doch elendiglich... man sagte mir früher immer, dass man eben selbst den ersten schritt machen müsse. nur was, wenn man den ersten, den zweiten, den dritten und den vierten schritt selbst machen musste, dann etwas zurück kam und man dann den selben aufwand nochmals betreiben musste? das ist deprimierend und frustrierend... und es ist leider einfach etwas, das eine tatsache unserer gesellschaft ist, und das sich nicht einfach von heute auf morgen ändern lässt, leider.
und zu meinem bedauern, muss ich mir selbst asche auf den kopf streuen *streu* die ewigen bemühungen tragen leider immernoch zu wenig früchte...

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Nemesis (M+)

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Beiträge: 1238

25.11.2004 - 04:43: RE: Über Ohnmacht, Einsamkeit, Freundschaft und das Leben | Zitieren Zitieren

Grüß Dich !
Naja, solange überhaupt etwas zurückkommt, kann man ja noch froh sein ... *seufz*

Es sind eben sehr viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Ein Stück weit bin ich auch selbst schuld an meiner Situation. Ich fühle mich oft für andere verantwortlich, möchte Vorbild sein und sie beschützen und anleiten. Das kann ich nur, wenn man mich respektiert und mir vertraut. Und bisher war ich der festen Überzeugung, daß das nur dann der Fall sein kann, wenn ich mir keine Schwächen erlaube bzw. sie nicht zeige. Ich habe mich immer bemüht, hart und unnahbar zu wirken, damit niemand erkennen soll, daß ich tief in meinem Inneren sehr verletzlich bin. Das ist mir gut gelungen, so konnte ich Leuten wie Dir helfen und Mut machen, aber daher ahnen manche Leute wohl auch nicht, daß mich schon Kleinigkeiten schwer verletzen können. Ich weine schon lange nicht mehr und zeige in der Öffentlichkeit keine Gefühle, nur dieses Mal war der Schmerz eben so groß, daß ich mir einmal Luft machen müßte. Ich verändere mich gerade, was mich zusätzlich empfindlich macht, so kamen eben einige Dinge nach außen, die sonst verborgen geblieben oder in weniger direkter und weniger emotionaler Weise verarbeitet worden wären. Vielleicht ist diese Phase bald vorbei und ich bin wieder so, wie ich immer war, vielleicht wird man sich aber auch an einen neuen Nemesis gewöhnen müssen, der nicht mehr so unantastbar ist, wie es der alte war, im guten wie im schlechten Sinne.

MfG, Dein Nemesis, auf der Suche nach einer Familie und einer Heimat.

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damit ihr wißt, wie es ist, nach Erlösung zu schrei´n,
nur deshalb komm´ ich zurück,
mit flammendem Blick,
ich nehm´ das letzte Streichholz
und verbrenne eure schöne, heile Welt!"
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