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Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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09.12.2004 - 03:05: Gefühle und das Problem der Gesellschaft | Zitieren Zitieren

Gefühle und das Problem der Gesellschaft

Datum: Mon, 6 Dec 2004 09:42:31 +0100 (CET)

Hallo Metropolis !

Ich halte meinen Internetverzicht durch, bis auf diese mail hier. Ich wollte ja eigentlich ganz rausbleiben aus dem Internet, aber es gingen mir zuviele Gedanken durch den Kopf, die ich unbedingt noch loswerden wollte. Heute habe ich mich außerdem noch mit meinem Vater über Politik unterhalten. Noch bevor ich es aussprach, gab er mir eine Antwort drauf. Vielleicht sollte ich bevor ich etwas sage immer eine Pause machen, bevor ich es ausspreche, um auszutesten, ob soetwas häufiger passiert.

Die Texte die ich dir vorher geschickt hatte, waren nicht richtig ausgearbeitet, weil mir dafür die Zeit und die Motivation fehlte. Einiges davon hätte ich besser weglassen sollen. Aber die Texte haben mir dabei geholfen mich mit dem Thema der Gefühle besser zu identifizieren. Manchmal bin ich wirklich etwas verwirrt, aber nur wenn ich versuche aus meinem leeren Kopf Gedanken herauszuquetschen. Das funktioniert nicht. Wenn dann kommen meine Gedanken spontan und unangemeldet. Und wenn sie kommen, dann schreibe ich sie mir alle auf, damit ich sie nicht wieder vergesse. Denn es kommt nicht sehr oft vor, daß man übersprudelt von Gedanken. Im Moment habe ich gerade wieder eine kreative Phase, welche ich versuche auszuleben, dadurch, daß ich jetzt diesen Text hier schreibe. Ich weiß nicht wo diese Gedanken dann herkommen, aber ich schreibe sie immer auf, um sie für mich oder die Nachwelt zu erhalten. Ich habe mir ebenfalls sehr viele Gedanken gemacht über die Politik und über das
Gesellschaftssystem.

Gefühle. Ich bin immernoch bei meinen Gefühlen. Ich habe mich sogar dabei erwischt, wie ich im Traum noch weiter darüber nachgedacht habe. Das ist immer so, wenn ich mich in eine Sache hineinsteigere. Ich bin wie ein Adler, der über seinem Ziel kreist. Ich kreise um den alles entscheidenden Gedanken. Den Gedanken, der mich verändert. Dem Gedanken der mich befreit von der Fremdbeeinflussung. Der mich befreit von der Konsumterrormaschinerie und vom Sklaventum durch die implantierten Gefühle. Daher muß ich wissen, was die Gefühle sind, wo sie herkommen und wie man sie kontrolliert.

Ja ich bin gegen den Konsum. Vielleicht bin ich nicht unbedingt dagegen, aber ich glaube, daß der Konsum nicht die einzige Voraussetzung ist, um glücklich zu sein. Ich sehe mir meine Eltern an und sehe wie unzufrieden sie sind, trotz ihres Reichtums. Wie sie sich verstecken hinter ihrer Scheinglücklichkeit und hinter ihrem Geld, weil sie keine Möglichkeit hatten sich zu entfalten oder sich geistig weiterzuentwickeln. Weil sie in ihrer geschlossenen Familienwelt gelebt haben abgekapselt von jeglicher Möglichkeit frei zu denken. Weil sie Angst vor der Außenwelt haben und vor Anderen Menschen. Diese Angst haben sie dann auf mich übertragen. Ich bin praktisch damit groß geworden, immer im Hinterkopf zu haben, was die Anderen wohl über mich denken könnten. Im Moment versuche ich gerade mich von dieser Angst zu befreien, von dem Gefühl, welches mir meine Freiheit nimmt und die Luft zum Atmen.Von der Angst nicht akzeptiert zu werden von anderen Menschen. Ich glaube auch das der übermäßige
Konsum und die Medien keine Lösungen sind, für die Probleme der Gesellschaft. Denn die eigentlichen Probleme der Menschen liegen ganz wo anders als in der Unsicherheit oder der Armut. Man sagt, daß die Menschen keine Kinder mehr bekommen, weil sie Angst vor der Zukunft haben. Weil diese Welt ihren Kindern keine Perspektive mehr bietet. Aber wie kommt es dann, das am meisten Kinder geboren wurden als die Armut am größten war, also direkt nach dem zweiten Weltkrieg. Es muß damals also noch etwas anderes gegeben haben. Etwas worauf die Menschen vertrauten. Ein Vertrauen, daß jetzt verloren gegangen ist. Das Vertrauen in die Zukunft. Wenn die Zukunft von den Medien immer nur schlecht geredet wird, wer hat dann noch den Mut etwas für die Zukunft zu planen. Was soll besser werden ? Deutschland ist Konsumweltmeister. Das läßt sich nicht mehr steigern. Auch wenn die Politiker gegenteiliges behaupten. Also. Was soll besser werden ? Die Menschen sollen das Vertrauen in die Zukunft
wiedergewinnen ? Aber wie sollen sie dieses Vertrauen in die Zukunft wiedergewinnen, wenn ihnen jeden Tag gesagt wird, daß sie mehr sparen müssen, und das alles noch schlechter wird. Außerdem vermitteln uns die Medien ein falsches Bild von unseren eigenen Bedürfnissen. Ein wichtiges Bedürfnis der Menschen ist es z.B. die Wahrheit zu erfahren. Dies wird durch die Medien jedoch nicht befriedigt. Alles was man in den Medien erfährt ist aussortiert und verfälscht. Dient nur dazu um Einschaltquoten zu erreichen. Doch was ist die Wahrheit ? Ich weiß nicht, ob Deutschland Exportweltmeister ist, ob diese Zahl überhaupt eine Bedeutung für die Wirtschaft hat. Ob man nicht lieber das Verhältnis von Export zu Import betrachten sollte. Ob man nicht vielleicht besser die Zahl der neu geschaffenen Stellen bekanntgeben sollte und nicht immer nur die Zahl der neuen Arbeitslosen. Ich weiß nicht ob das was mir da in den Medien erzählt wird richtig ist, oder nur eine Lüge. Aber ich glaube das ein armer
Sozialhilfeempfänger trotzdem glücklicher sein kann als ein reicher Multimillionär. Jedoch nur wenn man ihm erlaubt glücklich zu sein. Die Medien erlauben es den Menschen nicht mehr glücklich zu sein. Ein Mensch mit viel Wissen und Erfahrung hätte mehr Berechtigung um glücklich zu sein, als ein hirnloser Multimillionär der eine große Erbschaft gemacht hat. Leider sind die meisten Menschen mehr auf Oberflächlichkeiten, wie Geld und Reichtum fixiert, als auf die inneren Werte. Respekt und Anerkennung findet nicht der, der reich ist an Wissen und Erfahrung, sondern meist nur der, der einem gefüllten Geldbeutel hat. Das ist ein Fehler in der Gesellschaft. Wissen wird nicht belohnt in Form von Anerkennung, weil den Wissenden der Zugang zur Gesellschaft verwehrt bleibt. Daher kann dieses Wissen dann auch nicht dazu verwendet werden, um die Gesellschaft damit positiv zu verändern. Weil alles was gesagt wird übertönt wird durch Werbeslogans und Smalltalk. Und dieses sich Anderen nicht
mitteilen zu können verlagert sich dann irgendwann auf die Internetszene. Man beginnt im Internet zu chatten. Aber diese Leute sind entweder selbst auf der Suche, oder so hoffnungslos verblödet, daß es keinen Sinn macht mit ihnen eine Unterhaltung zu führen. Und wenn man mit ihnen eine Unterhaltung führen kann, dann meist nur über allgemeine Dinge wie Politik, jedoch nicht über spezielle Sachen, weil es zu wenig Leute gibt, welche sich für spezielle Sachen interessieren. Die meisten Internetsurfer beschäftigen sich lieber damit Smalltalk zu führen oder sich Sexbilder herunterzuladen. Doch es gibt auch Menschen, für die das Leben mehr ist als die Befriedigung primitiver Bedürfnisse durch den Konsum. Die Nichtbeachtung, daß es da noch andere Bedürfnisse gibt, scheint mir das größte Problem zu sein in der Gesellschaft. Dieses Problem äußert sich an der Unzufriedenheit der Menschen. Eine Unzufriedenheit die meist verdrängt wird durch übermäßigen und maßlosen Konsum. Doch wo kommt sie
her diese Unzufriedenheit. Es ist eine Art Unbehagen, was man sich nicht erklären kann. Doch wo kommt dieses Unbehagen her ? Ein ungutes Gefühl entsteht immer dann wenn es etwas gibt, das einem fehlt. Ein ungutes Gefühl ist die Folge einer Mangelerscheinung. Aber was fehlt den Menschen ? Ich glaube es gibt keinen richtigen ernsthaften Grund für diese Unzufriedenheit. Der größte Teil der Unzufriedenheit der Menschen entsteht dadurch, daß die Menschen ständig nur mit schlechten Nachrichten aus den Medien konfrontiert werden und das man die Menschen zu sehr bemitleidet, anstatt ihnen die Motivation zu geben sich selbst weiterzuentwickeln. Einem Patienten, den man einredet das er nicht mehr laufen kann, der wird sich ewig schlecht fühlen und niemals den Versuch unternehmen seinen Rollstuhl zu verlassen. Genauso ist es mit einem Sozialhilfeempfänger, der zwar nicht in einem Rollstuhl sitzt, jedoch gefangen ist in seiner kleinen Wohnung, ohne Kontakt zur Außenwelt. Im Prinzip hat ein
Sozialhilfeempfänger alles was er braucht um glücklich zu sein und um seinen Rollstuhl zu verlassen. Alles was er mehr haben könnte an finanziellen Reichtum und an Sicherheit würde ihm zwar gut tun, aber ist nicht unbedingt notwendig. Durch die Medien und die öffentliche Panikmache sind die Menschen zu Sicherheitsfanatikern geworden, die sich nicht mehr vor die Haustüre trauen, ohne vorher eine Versicherung dafür abzuschließen. Früher hatten die Menschen diese Sicherheiten auch nicht und waren trotzdem glücklicher. Vielleicht waren sie glücklicher gerade deswegen, weil man ihnen nicht ständig eingeredet hat, daß sie diese Sicherheiten unbedingt benötigen. Weil mit der Angst der Menschen kein Geschäft gemacht wurde. Der größte Reichtum ist die Freiheit und die Möglichkeit Kontakt zu haben mit anderen Menschen, welche die gleichen Probleme und vielleicht auch die gleichen Interessen haben. Weil die Freiheit und der Kontakt zu anderen Menschen die beste Möglichkeit ist sich selber zu
verwirklichen durch die Verwirklichung seiner Ziele. Wenn man allein ist, dann ist die Motivation für ein Ziel nicht so groß, als wenn man gemeinsam in einer Gruppe an einem Ziel arbeitet. Weil die Gruppe einem das Gefühl der Bindung, der Geborgenheit und der Sicherheit verschafft. Diese Form der Sicherheit wird erreicht, ohne den Menschen Angst zu machen vor der Zukunft oder den Dingen die vielleicht falsch laufen könnten. Aber wie findet man diesen Kontakt zu anderen Menschen, welche dieselben Interessen haben. Welche Möglichkeiten bietet einem die Gesellschaft einen solchen Kontakt herzustellen. Was ist mit den Menschen die ihren Bildungsweg abgeschlossen haben und in ein Loch fallen und trotz ihrer Intelligenz keine Arbeit bekommen und keinen Anschluß mehr finden an die Gesellschaft, weil sie Niemand mehr braucht. Diese Menschen werden nicht weiter gefördert. Statt dessen landen sie auf dem Abstellgleis der Gesellschaft, wie Aussetzige, denen man aus dem Weg geht. Weil die
Gesellschaft ihnen nach dem Studium keine Möglichkeit mehr bietet dieses Wissen auch zur Anwendung zu bringen, oder dieses Wissen gemeinsam mit Anderen zu teilen. Weil die Industrie kein Interesse mehr an diesem Wissen hat, weil sich damit kein Geld mehr verdienen läßt. Weil es totes Wissen ist, daß keiner mehr gebrauchen kann. Aber nur weil ein Großteil der Gesellschaft und die Industrie mit diesem Wissen nichts mehr anfangen kann, muß es nicht weniger wertvoll sein. Der Erhalt und die Weiterverbreitung von speziellen Wissen, daß an keinen Hochschulen gelehrt wird stellt trotzdem eine Bereicherung für die Gesellschaft dar. Weil es ein Wissen ist, womit sich die Menschen selbst verwirklichen können, womit man den Menschen wieder eine Perspektive bieten könnte. Überall werden Selbstverwirklichungskurse angeboten. Aber nur gegen Geld. Was soll jedoch ein Arbeitsloser machen. Haben Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger nicht das Recht sich weiterzubilden oder selbst zu verwirklichen ?
Sie haben zwar das Recht, aber es wird ihnen dazu keine Möglichkeit gegeben, weil überall nur Geld verlangt wird. Weil alles dem Zwang unterlegen ist seriös zu sein. Aber gerade dieser Zwang ist es ja der die Menschen daran hindert sich weiterzuentwickeln, weil sie ständig Angst haben etwas falsch zu machen, anstatt spielerisch an die Sache heranzugehen. Doch bei der Selbstverwirklichung, einem der größten Bedürfnisse des Menschen gibt es keine Fehler. Weil jeder Fehler den man macht dazu führt, daß man ihm beim nächsten mal nicht mehr macht. Bei der Selbstverwirklichung gibt es keine Zwänge oder Noten. Dort bestimmt jeder selbst wann er kommt oder was er machen will oder wofür er sich interessiert. Und das ist es was die Selbstverwirklichung für den Menschen so attraktiv macht. Weil sich jeder Mensch dadurch frei entfalten kann nach seinen eigenen Fähigkeiten und seinen eigenen Interessen. Wenn man die Menschen also zufriedener machen will, muß man sie dabei unterstützen sich
selbst zu verwirklichen. Würde man die Menschen dabei unterstützen sich besser selbst zu verwirklichen, dann gäbe es auch keine Perspektivlosigkeit mehr. Damit hätte man dann auch das Problem beseitigt, welches für die Unzufriedenheit der Menschen verantwortlich ist. Im Grundgesetz steht das Recht auf Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit. Dort steht jedoch nicht, daß der Staat den Menschen, die kein Geld haben auch eine Möglichkeit bieten muß sich zu versammeln, an Orten, die dafür gedacht sind etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Natürlich könnte man da sagen, daß sich die Leute ja im Internet ihre Gedanken austauschen können. Das Internet führt jedoch genau wie das Fernsehn dazu das man sich vom wirklichen Leben entfremdet, sich der wirklichen Gesellschaft entzieht. Es macht nicht glücklich, weil der reale Kontakt zu anderen Menschen fehlt. Und die Medien sind auch nicht daran interessiert, daß es den Menschen besser geht. Sonst gäbe es ja nichts mehr worüber sie
berichten könnten. Die Unzufriedenheit ist ihr Geschäft. Genauso wie die Angst das Geschäft der Politik und der Versicherungen ist. Und die Unzufriedenheit ist es auch was sie verbreiten. Anstatt Wissen zu verbreiten, erzeugen sie nur Unsicherheit und Angst vor der Zukunft. Die Medien zwingen es den Menschen geradezu auf unglücklich zu sein. Selbst diejenigen, denen es gut geht sind unzufrieden, weil sie Angst haben ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Deutschland ist verkommen zu einem ewigen Jammertal. Aber schuld haben nicht die Menschen. Schuld haben die Medien und die Politik die nichts anderes können, als negative depressive Stimmung zu verbreiten, weil sich soetwas am besten verkauft. Die Menschen können sich gegen die Medien und die öffentliche Meinungsmache genausowenig wehren wie der Patient im Rollstuhl der immer bemitleidet wird. Bis sie irgendwann vor Selbstmitleid so schwach sind, daß sie sich selbst nicht mehr helfen können, und nicht nur eingesperrt sind in ihren kleinen
vier Wänden, sondern auch noch in dem Gefängnis ihrer Unzufriedenheit. Ich bin gegen die Überflußgesellschaf t. Ich bin gegen ein Gesellschaftssystem, welches die Menschen in ihren Fähigkeiten einengt. Konsum ist nicht die Lösung. Konsum ist nicht die Lösung dafür, daß die Menschen immer unzufriedener werden. Und die Menschen werden immer unzufriedener, weil sie keine Perspektive haben, weil sie keine Ziele mehr haben. Weil sie nichts mehr haben worauf sie sich noch freuen können. Nur noch in den Tag hineinleben. Weil sie Angst haben die Arbeit zu verlieren. Der Konsum kann niemals dabei helfen diese Ängste oder diese Unzufriedenheit zu besiegen. Der Konsum ist nur eine Scheinlösung für die Probleme der Gesellschaft. Die eigendliche Ursache für die Unzufriedenheit der Menschen liegt im Gesellschaftssystem. Jeder fühlt, das etwas nicht stimmt, aber keiner kann genau definieren was es ist. Der einzelne Mensch ist verblendet von der Werbung und der Propaganda durch die Medien und die
Politik.

 
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09.12.2004 - 03:06: RE: Gefühle und das Problem der Gesellschaft | Zitieren Zitieren

Der Konsum, die Wirtschaft und die jetzige Politik werden die Probleme der Gesellschaft niemals lösen können. Die Gesellschaft krankt, sie ist brüchig, die Bäuche der Menschen platzen, die Menschen fühlen sich unwohl und dann gibt es immer noch Politiker die behaupten, das noch mehr konsumiert werden muß. Immer mehr und noch mehr, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Und wenn die Wirtschaft erstmal wieder in Schwung gekommen ist, dann, dann geht es allen wieder besser. Das Problem der Politik ist, daß sie abhängig ist von der Wirtschaft. Das sie sich zu sehr auf die Wirtschaft verläßt. Aber die Wirtschaft ist keine Wunderwaffe. Die Wunderwaffe der sich selbst heilenden Wirtschaft wird nicht funktionieren. Und damit scheint auch das Schicksal der Gesellschaft besiegelt zu sein. Aber das muß nicht so sein. Es gibt noch andere Möglichkeiten die Gesellschaft von der Krankheit der Unzufriedenheit zu heilen. Die Politik setzt immer nur auf die Gier der Menschen nach
Konsum. Sie glaubt, wenn sie diese Gier befriedigt, daß dann alle Menschen glücklich sind. Die Politiker sehen in den Menschen nichts anderes als Viehvolk. Ein Vieh, das man nur genug zu füttern braucht damit es zufrieden ist. Sie übersehen dabei aber ganz, daß es sich dabei um Menschen handelt. Und diese Menschen haben noch andere Bedürfnisse als sich durch die Medien verdummen zu lassen, oder sich die Wampe vollzuhauen. Diese Menschen verlangen nach einer Perspektive. Einer Perspektive für die Zukunft. Nach einer Perspektive für eine Verbesserung. Wenn sich der Konsum nicht steigern läßt, dann entsteht ein Stillstand. Und je länger dieser Stillstand anhält, desto unerträglicher wird er für die Menschen. Sie Menschen sehnen sich nach einer Veränderung. Nach einer Veränderung, die ihnen die Möglichkeit gibt, sich selbst zu verändern. Sich selbst zu verbessern. Außerden sehnen die Menschen sich nach Sicherheiten. Diese Sicherheiten jedoch werden alle abhängig gemacht vom Geld, vom
Konsum, und der Wirtschaft. Aber was ist, wenn das alles nicht kommt, wenn die Wirtschaft für ewig vor sich hindümpelt ? Was geschieht dann mit den Menschen. Müssen sie dann in der ständigen Angst weiterleben ihren Arbeitsplatz zu verlieren, oder keine Perspektive mehr zu haben ? Ziel der Politik müßte es nicht sein auf die Wirtschaft zu warten, denn dazu bleibt keine Zeit mehr. Ziel der Politik müßte es sein die Menschen dabei zu unterstützen ihre eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Den in der Weiterentwicklung von individuellen Fähigkeiten einzelner Menschen liegt ein Potential das noch lange nicht ausgeschöpft ist. Und dieses Potential muß entfaltet werden, unabhängig davon wie groß der Geldbeutel ist, oder wie gut es der Wirtschaft geht. Daher müßten Bildungsinstitute geschaffen werden, wo Bildung kostenlos ist. Wo Bildung ehrenamtlich gemacht werden kann. Von Leuten die daran interessiert sind sich geistig weiterzuentwickeln, anstatt vor dem Fernseher zu vergammeln. Die
vielen Universitäten und Schulen bieten genug Raum um solche kostenlosen Veranstaltungen durchzuführen. Diese Räume sind die meiste Zeit ungenutzt und müßten daher der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Diese Art der Bildung würde dem Staat keinen Pfennig kosten. Um soetwas jedoch in die Wege zu leiten, bedarf es Maßnahmen seitens der Politik. Leider fühlt sich Niemamd in der Politik dafür verantwortlich soetwas zu tun. Das größte Bedürfnis des Menschen ist es Gleichgesinnte zu finden. Denn dadurch findet man Sicherheit in der Gesellschaft. Diese Form der Sicherheit ist es für die man keine hohen Versicherungsbeiträge bezahlen braucht. Menschen welche sich für dieselben Dinge interessieren und dieselben Gedanken haben. Das größte Hemmnis dafür ist die Tatsache, das es dafür keinen Ort gibt wo dieses sich Versammeln mit Anderen kostenlos möglich ist, außer die Kirche. Aber die Kirche dient nicht der Aufklärung, sondern die Kirche ist ebenfalls eine Propagandamaschinerie.
Wenn auch nicht so schädlich aber dafür auch nicht unbedingt förderlich für die Weiterentwicklung der geistigen Fähigkeiten. Und Sekten bilden hierfür auch nicht unbedingt eine geeignete Alternative, weil der Informationsfluß dort immer nur in eine Richtung geschieht, genau wie bei den Medien oder in den Kirchen. Manipulation wird überall dort gefördert, wo Informationen nur in eine Richtung fließen. Wer den Kontakt zur Gesellschaft sucht, findet keine geeigneten Anlaufmöglichkeiten für Orte wo sich Leute treffen können, welche die selben Interessen haben. Die einzigsten öffentlichen Orte, wo man sich hinbegeben kann sind irgendwelche Kneipen, wo sich nur hirnlose Leute aufhalten, die sich meistens nur besaufen. Also eine Tätigkeit ausüben, welche nicht dazu dient sich selbst zu verwirklichen, sondern die nur dazu dient, um primitive Instinkte zu befriedigen. Der Mensch wird dort herabgestuft zum Vorzeigeobjekt ohne Gedanken und ohne Gefühle. Er präsentiert sich als etwas rein
äußerliches, was er nicht ist. Er unterdrückt seine Inneren Werte. Seine innere Sehnsucht nach Ehrlichkeit und Wahrheit. Er unterdrückt dieses tiefe Bedürfnis zugunsten seiner primitiven Instinkte. Das ist der Grund warum ich diese Orte meide. Sie fördern die Unehrlichkeit, und die Oberflächlichkeit. Also alles was den Menschen daran hindert die Wahrheit zu erkennen. Diese Orte sind Orte der Menschenverachtung, der Verachtung für die Wahrheit weil sich die Menschen dort nicht mehr gegenseitig ernst nehmen, weil alles nur noch eine Show ist für die Zwangsbelustigung der Massen. Zum Schluß hat es einem nichts gebracht, weil man nicht schlauer geworden ist, sondern nur ärmer. Man bezahlt Geld für die Berechtigung dort zu sein, indem man dazu gezwungen wird etwas zu konsumieren. Ernsthafte Menschen, mit denen man sich sinnvoll und vernünftig unterhalten kann findet man dort selten, weil einem vorher schon das Trommelfeld geplatzt ist von den Lautsprechern in der Disco, oder weil man
nichts versteht, weil alle Leute wie wild und unkoordiniert durcheinandersprechen, was typisch ist für das gesamte Gesellschaftssystem, welches sich ebenfalls wild und chaostisch verhält ohne jegliche Ausrichtung ohne jegliches Ziel. Es gibt jedoch noch Leute, denen es wichtig ist ein Ziel zu haben. Denen es wichtig ist mit anderen Menschen über dieses Ziel zu diskutieren. Doch diese Menschen versauern meist zu Hause, weil es in der Gesellschaft und im öffentlichen Leben keinen Platz für sie gibt. Weil solche Menschen ausgegrenzt werden. Menschen die kein Geld haben, haben auch nicht mehr die Möglichkeit sich am öffentlichen Leben zu beteiligen. Ziel der Politik ist es nicht den Menschen den Bauch durch Konsum vollzustopfen. Ziel der Politik müßte es sein, die Menschen glücklich zu machen durch die Entfaltung der Potentiale, welche im Menschen selbst stecken. Die Kraft steckt in Jedem selbst allein. Sie muß nur aktiviert werden. Die Quelle für die Aktivierung der Lebensenergie und
der eigenen Kraft liegt in der Selbstverwirklichung. Dies ist eine Kraftquelle, welche nichts kostet und die man nur zu aktivieren braucht. Daher müßte es Orte geben, an denen sich Menschen, der verschiedensten Interessengruppen frei versammeln können, wo sie Gedanken austauschen können und wo sie nicht dazu gezwungen werden Geld auszugeben oder teure Lehrgangsgebühren zu bezahlen. Der Staat muß Orte schaffen wo sich die Menschen frei und ungezwungen versammeln können. Und diese Orte müßten nicht erst geschaffen werden. Sie sind bereits da. Sie müssen nur noch genutzt werden. Diese Orte könnten umfunktioniert werden zu Kirchen der freien Entfaltung von Körper und Geist. Der Staat jedoch muß die Bildungsinstitute und die Sportstätten dazu verpflichten diese Räumlichkeiten auch zum Wohle aller zur Verfügung zu stellen. Ein Student, der sein Studium beendet hat, der anschließend arbeitslos ist, der hat alleine nicht die Motivation, sich selbst weiterzubilden. So könnte sich z.B. eine
Gruppe zusammentun von mehreren arbeitslosen Studenten und von Anderen die bereits eine Arbeit haben. Diese Gruppe könnte dann ein bestimmtes Projekt ausarbeiten oder sich auf bestimmte Sachen spezialisieren. Denn in einer ungezwungenen Gruppe ist die Motivation zur geistigen Arbeit höher als wenn man alleine in einer Sozialwohnung sitzt und den ganzen Tag nur noch Fernsehn guckt, weil man schon zwei Jahre arbeitslos ist, und die Hoffnung aufgegeben hat. Nach 5 Jahren ist dann das gesamte Wissen verloren. Selbst wenn sich die wirtschaftliche Lage dann verbessert hätte und sich eine Firma dazu bereit erklären würde diese Person einzustellen, dann wäre diese Person nicht mehr dazu in der Lage diese Arbeit auch auszuführen, weil alles erlernte dann bereits vergessen wurde. Hätte ein Arbeitsloser jedoch die Möglichkeit sich mit anderen in einer Gruppe zusammenzutun, dann könnte er sein Wissen regelmäßig auffrischen und sogar noch verbessern. Diese Möglichkeit hat ein arbeitsloser
Student jedoch nicht, da die Weiterbildungsangebote und Lehrgänge für ihn unbezahlbar sind. Außerdem würde man an solchen Orten auch mit Leuten in Kontakt kommen, welche dieselben Probleme haben und mit Leuten, die einem vielleicht helfen können. Das würde also zusätzlich noch den Psychiater ersparen. Dann könnte sich Jeder, der eine Bildungsveranstaltung plant einen Raum mieten. Beispielsweise einen Raum für 20 Personen. Für einen Abend würde man dann 200 Euro an die Bildungseinrichtung oder an die Sportstätte bezahlen. Dann müßte Jeder, der an der Veranstaltung teilnimmt 10 Euro bezahlen. 10 Euro müßte man auch bezahlen, wenn man Abends irgendwo hingeht und das könnte sich sogar ein Arbeitsloser noch leisten. Im Jahr würde man somit 73000 Euro einnehmen pro zusätzlich genutzten Raum. Ich glaube auch das dies dann auch dazu beitragen würde die Finanzierung der Bildung und die Sanierung der Hochschulen sicherzustellen, weil man von den 73000 Euro beispielsweise eine neue Tafel
kaufen könnte. Nicht mehr warten auf die Wirtschaft. Nicht mehr warten auf die Gott, der uns die Arbeitsplätze bringt. Sondern die Bedingungen schaffen, damit sich die Menschen selbst helfen können. Die beste Hilfe ist die Hilfe, damit man sich selbst helfen kann. Wenn sich dieser Vorschlag sich durchsetzen würde, dann wäre das endlich mal ein Beweis für die Handlungsfähigkeit der Demokratie.



Die einzige Möglichkeit der Verwahrlosung, und Selbstzerstörung zu entgehen, ist das Entwickeln von Strategien zur Vermeidung von bestimmten Gefühlen. Je stärker man sich selbst zerstört durch Faulheit und Maßlosigkeit im Konsum, desto mehr schränkt man sich ein in seinen Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Je mehr man sich durch schädlichen Konsum selbst zerstört, desto mehr schadet man sich und seinem Körper. Diese Selbstzerstörung hat ihre Ursache darin, daß der Geist beeinflußt wird durch die Gefühle. Wenn einem ein Gedanke nicht gefällt, dann verwirft man ihn. Der eigene Wille ist dazu in der Lage Gedanken dauerhaft aus dem Bewußtsein zu entfernen und z.B. durch andere zu ersetzen. Wenn man jedoch ein Gefühl hat, dann ist es meist so stark, daß es einem sogar körperliche Schmerzen bereitet. Wenn Gedanken und Gefühle miteinander im Krieg stehen, dann gewinnen meist die Gefühle. Gedanken sind schwach, weil der eigene Wille aus Gedanken besteht. Und Gedanken sind nicht dazu in
der Lage ist, Gefühle dauerhaft aus dem Bewußtsein zu entfernen. Die Gedanken unterliegen einem ständigen Selektionsprozess. Widersprüchliche oder unlogische Gedanken oder auch schadhafte und unbequeme Gedanken werden verdrängt und vergessen. Gefühle jedoch sind eingebrannt im Gehirn dauerhaft und unveränderlich. Sie treten auf, immer dann, wenn der tierische Instinkt geweckt wird. Einst dienten diese Gefühle dazu um das eigene Überleben sicherzustellen. Die Gefühle gaben den frühen Menschen die Anweisungen dafür, was sie tun mußten um sich selbst und ihre Artgenossen am Leben zu erhalten und für Nachkommen zu sorgen. Später wurden diese primitiven Gefühle und Instinkte dann teilweise durch Gedanken ersetzt. Aber sie wurden nie vollständig durch Gedanken ersetzt. Die Fremdbeeinflussung durch die Gefühle ist also noch ein Relikt aus längst vergessener Zeit. Etwas, das die Menschen noch nicht überwunden haben. Ohne ein Hungergefühl hätte es damals keine Motivation gegeben für den
Überlebenskampf. Die Welt hat sich durch die Zivilisation und den Überfluß jedoch dramatisch verändert. Aber diese primitiven Instinkte von damals sind immer noch da. Normalerweise ist es bei Lebewesen so, daß sie sich ihrer veränderten Umwelt anpassen. Aber die Veränderungen unserer Umwelt und der Lebensbedingungen geschahen so schnell, daß wir sozusagen von der Zivilisation überrumpelt worden sind und jetzt nicht mehr wissen wie wir uns verhalten sollen. Wir sind also immer noch primitive Affen in einer sich vollkommen veränderten Welt. In einer Welt in der wir nicht leben können, in einer Welt die uns so feindlich ist, das wir uns durch den Konsum selbst zerstören. Einer Welt, wo uns unsere Instinke nichts mehr bringen, sondern wo uns unsere Instinke und Gefühle nur seler zerstören. Die Instinkte und Gefühle sind es auch die immerwieder zu Mißverständnissen zwischen den Menschen und zu Kriegen geführt haben. Die Zivilisation und die Instinkte und Gefühle scheinen sich nicht zu
vertragen. Es sei denn, die Menschen lernen es ihre Gefühle und Instinkte zu kontrollieren und sich der Zivilisation anzupassen, um sich selbst zu schützen vor Konsumterror, Verwahrlosung und Krieg. Doch wir haben noch nicht begriffen, daß wir uns anpassen müssen. Daher hören wir einfach auf das worauf wir schon immer gehört haben. Was uns schon immer gut getan hat. Unsere primitiven Instinkte. Die Instinkte und die Gefühle haben immer noch mehr Macht über die Menschen, als die Vernunft und die Gedanken. Aber vielleicht setzt sich die Selektion ja weiter fort, ohne daß wir es bemerken und die Menschen werden irgendwann frei sein von diesen Gefühlen, welche sie in die Selbstzerstörung treiben. Je höher der Instinkt eines Menschen ist, desto größer ist auch sein Hungergefühl und desto mehr Motivation hatte er für sein Überleben zu kämpfen. Und je mehr diese Menschen gekämpft haben um ihr Überleben, desto schneller haben sie sich weiterentwickelt. Körperlich und geistig. Die körperlich
schwachen überragten durch ihre Intelligenz. Die körperlich starken durch ihre Ausdauer und Stärke. Je stärker das instinktive Hungergefühl also war, desto stärker war auch die Entwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Der eigene Wille kann sich diesen Gefühlen (wie dem Hungergefühl) nicht entgegensetzen, weil die Gedanken schwächer sind als die Gefühle und weil der eigene Wille selbst nur aus Gedanken besteht. Dazu müßte der eigene Wille selbst zum Gefühl werden. Wenn der eigene Wille dazu führt, daß man Macht über etwas gewinnt, also das man sich dadurch einen eigenen Vorteil verschafft, so befriedigt man ein primitives Grundbedürfnis, einen Instinkt. Und Instinkte sind die ureigensten Auslöser für die Entstehung von Gefühlen. Mit den Instinkten wird man geboren und sie können nicht durch Erfahrungen im späteren Leben umprogrammiert werden. Das Objekt, also die Schokolade ist der Auslöser für das Gefühl des Hungers. Das Sehen dieses Objektes ist der Auslöser für das
Hungergefühl. Und dieses Hungergefühl ist dann wiederum der Auslöser für den Gedanken, daß man diese Schokolade essen muß. Das Gefühl des Hungers führt also zwangsläufig dazu, das einem der Gedanke kommt, daß man diese Schokolade essen muß. Das Gefühl provoziert also den Gedanken, der zu einer Handlung führt, welche dazu dient den Körper und den Geist zu befriedigen. Das Gefühl hört nicht auf den Verstand und die Gedanken, sondern es hört nur auf die primitiven Instinkte. Und diese Instinkte haben ihren Ursprung in den Genen und im Unterbewußtsein. Mit dem Verstand oder mit Gedanken allein, also mit dem eigenen Willen kann man kein Gefühl beeinflussen. Es sei denn der eigene Wille ist das Gefühl selbst.

Durch die Beeinflussung von außen entsteht also ein regelrechtes Gefühlschaos. Um diesem Gefühlschaos zu entkommen, muß man es vermeiden, daß bestimmte Gefühle überhaupt erst entstehen. Dies schafft man jedoch nur wenn man sich in einem Umfeld befindet, welches frei ist von jeglicher Fremdbeeinflussung. Frei von jeglicher Beeinflussung durch bestimmte gefühlsauslösende Objekte oder Elemente. Frei von der Erwartungshaltung Anderer, die von einem erwarten, daß man sich ebenfalls leiten läßt von diesen Gefühlen, daß man sich diesen Gefühle hingibt. Man muß sich also frei machen von dem Schuldgefühl das eintritt, wenn man diese Erwartungshaltung nicht erfüllt. Man muß sich frei machen von dem Schmerz der entsteht, wenn man durch das Nichterfüllen der Erwartungshaltung auf Ablehnung stößt. Dieses sich befreien und sich selbst Schmerzen zufügen tut man aus dem alleinigen Grund, weil man nicht mehr länger ein Sklave sein will. Ein Sklave von den Gefühlen die einen kontrollieren. Man ist
deswegen ein Sklave seiner Gefühle, weil der eigene Wille nicht die Macht hat, die einmal ausgelösten Gefühle wieder verschwinden zu lassen. Weil diese Gefühle einem dann solange quälen, bis man den körperlichen Schmerz nicht mehr erträgt. Bis man alles tut um damit dieser Schmerz, dieses Gefühl wieder loszuwerden. Je öfter man diesen Gefühlen ausgesetzt ist und ihnen nachgibt, desto mehr zerstört man damit sich selbst. Gefühle kennen kein Erbarmen und sind gnadenlos. Sie fragen nicht vorher nach, ob sie die Erlaubnis bekommen ins Bewußtsein vorzudringen. Sie sind ständig präsent im Hintergrund, durch das Unterbewußtsein, und lauern dort als eine Art Programm, welches jederzeit aktiviert werden kann. Wenn dieses Gefühlsprogramm einmal aktiviert ist durch irgendeinen Auslöser, wie z.B. eine Tafel Schokolade, dann läßt sich dieses Programm durch keinen Gedanken wieder abstellen oder in der Hintergrund zurückdrängen. Die einzige Möglichkeit sich diesem Mangelgefühl dann noch zu
entledigen, ist dann das Ersetzen des Mangelgefühls durch ein Gefühl der Befriedigung, welches einem befreit von dem körperlichen Schmerz und von seinem Unwohlsein. Dies kann jedoch nur geschehen, wenn man seinem Körper das zufügt, was der Auslöser für das Mangelgefühl war. Also indem man die Schokolade ißt. Wiedersetzt man sich diesem Mangelgefühl, so entsteht dadurch eine Art innere Unruhe, eine Rastlosigkeit, ein Schmerz, der einem dazu zwingt eine Entscheidung zu treffen und eine bestimmte Handlung auszuführen. Eine Handlung welche dieses Mangelgefühl endlich ausfüllt durch das Gefühl der Befriedigung. Schafft man es nicht sich von seinen primitiven Instinkten zu befreien, dann bleibt der eigene Wille nur eine Illusion. Dann bleibt der eigene Wille ewig anhängig von den gefühlsauslösenden Instinkten, welchen ihren Ursprung haben im Unterbewußtsein. Dann bleibt man ewig ein Sklave der einem aufgedrängten Gefühle. Daher muß man sich ein Umfeld schaffen, daß frei ist von denjenigen
Objekten, welche die Auslöser sind für das Entstehen von selbstzerstörerischen Gefühlen. Leider gibt es in jeder Familie schwache Elemente. Personen mit denen man zusammenlebt, und welche dieses Umfeld immer wieder verschmutzen durch den Kauf von gefühlsauslösenden süchtig machenden Objekten. Durch den Konsum von chemischen und elektronischen Drogen. Daher bleibt einem dann nichts anderes übrig, als sich ein neues Umfeld zu suchen, zu dem diese Personen dann keinen Zutritt mehr haben. Ein Umfeld das rein ist von schädlicher Fremdbeeinflussung durch Objekte oder Elemente. Denn diese Personen, diese schädlichen Elemente sind es welche durch ihre Mediensucht und ihr übertriebenes Eßverhalten und den Kauf von chemischen Drogen das Umfeld verschmutzen. Sie sind es, welche einem ständig konfrontieren mit den Dingen, welche die Auslöser sind für das Entstehen von selbstzerstörerischen Gedanken und Handlungen. Sie sind diejenigen die einem immer wieder anstecken mit ihrer Faulheit, ihrer
Schwäche und ihrer Disziplinlosigkeit.

MfG

Mahatmas

 
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Nemesis (M+)

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Registriert: 31.03.2004
Beiträge: 1238

09.12.2004 - 03:20: RE: Gefühle und das Problem der Gesellschaft | Zitieren Zitieren

Grüßt Euch !
Dieser Sachtext wurde uns mit freudlicher Genehmigung von Mahatmas zur Verfügung gestellt. Er stammt aus einem Mailwechsel, Metropolis ist eine Bekannte von Mahatmas.

Mir hat er sehr gut gefallen, weil er die Gedanken, die ich in den letzten Wochen und Monaten ebenfalls hatte, sehr schön auf den Punkt bringt.

MfG, Euer Nemesis.

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You think you KNOW me ?! - You ain´t seen NOTHING yet !

"Damit ihr wißt, wie es ist, in der Hölle zu sein,
damit ihr wißt, wie es ist, nach Erlösung zu schrei´n,
nur deshalb komm´ ich zurück,
mit flammendem Blick,
ich nehm´ das letzte Streichholz
und verbrenne eure schöne, heile Welt!"
(Oomph!)

Phobos - Daimos - Thanatos

 
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