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"Erkenne Dich selbst !", so stand es schon einst über dem Orakel von Delphi.
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Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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09.04.2006 - 18:15: Recht auf Faulheit | Zitieren Zitieren

Wenn in Zukunft 80% der Arbeitsplätze technologisch vernichtet werden. Durch die rückläufige Kaufkraft der vielen Arbeitslosen wird dann auch die Wirtschaft nicht mehr wachsen. Die Kaufkraft wächst nur im Ausland, was gut ist für die deutschen Exporte, für die DAX-Unternehmen, aber nicht gut für die deutschen Arbeitsplätze und die deutsche Wirtschaft. Da die DAX-Unternehmen nicht die deutsche Wirtschaft representieren, sondern die globale. Die deutsche Binnenwirtschaft ist längst schon ein Opfer der Technologisierung und des billigen Imports geworden und die wenigen Arbeitsplätze die noch hier in Deutschland am Leben erhalten werden sind durch Schuldenmachen hochsubventioniert. Arbeitsintensive Arbeiten gehen ins Ausland und sorgen dort für Vollbeschäftigung und Wirtschaftswunder. Und wenig arbeitsintensive Arbeiten bleiben hier in Deutschland und sorgen dafür das einige wenige Ingenieure und Manager sehr viel Geld verdient, während die Masse der Arbeitslosen sich mit Harz 4 begnügen muß. Die Politik geht davon aus, daß man nur genügend Geld in die Bildungssysteme stecken muß und das dann aus allen Menschen Manager und Professoren werden. Aber das ist Wunschdenken. Die verblödete Internet und Handy-Generation wird den Karren schon aus dem Dreck ziehen, wenn man den Lehrern nur genügend Geld gibt, damit die Schulen modernisiert werden können. Aber das sind alles nur Scheinlösungen für das eigentliche Problem. Hysterische Rettungsversuche für ein sterbendes System.

Was kann man also tun, wo doch festzustehen scheint, daß diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist und sich bis zum Exzess noch fortsetzen wird. Es gibt zwei Möglichkeiten:

1. Man sieht die Arbeitslosigkeit als hübschen befreienden Freizeitgewinn an, oder
2. Als brutale Krise

Arbeit ist nicht mehr länger Motor der menschlichen Entwicklung. Die Arbeit hat sich verselbstständigt durch die Maschinen.

Das Recht auf Leben bemißt sich im Kapitalismus an der Pflicht zu arbeiten. Aber wenn keine Arbeit mehr da ist, weil die Maschinen alles machen und weil man alles billig importieren kann, dann gibt es auch keine Arbeit mehr und wenn es keine Arbeit mehr gibt, verfällt dann auch das Recht auf Leben. Das sind die Konsequenzen des befreiten totalen Marktes. Das will ich mal sehen, wenn die wenigen Arbeitsplätze hier in Deutschland nicht mehr weiter vom Staat durch Schuldenmachen subventioniert werden, wenn die Arbeitslosen nicht mehr unterstützt werden, wenn hier in Deutschland der totale Markt ausbricht, dann haben wir aber auch gleichzeitig den totalen Aufstand. Und den totalen Zusammenbruch der Demokratie. Ein hungerndes deutsches Volk wählt eher die Diktatur als die Demokratie, wählt eher den Krieg als Frieden. Das hat sich schon zweimal gezeigt und wird sich auch ein drittes Mal zeigen. Also gebt den Deutschen Kredite und etwas zu essen, sonst gibt es Krieg. Schließlich sind wir das Volk der Denker und Dichter. Mal gewesen. Aber das Potential steckt immer noch in uns. In unseren Genen oder in unserer Sprache. Wenn soein Volk hungern muß, dann fühlt es sich zurecht betrogen. Von der Politik. Von den wenigen Herrschenden und Machthabenden, die sich immer mehr Kapital anhäufen, das sie dann ins Ausland in Sicherheit bringen. Wer Kapital angehäuft hat bringt es ins Ausland in Sicherheit vor den roten Horden. So wandert dann noch das letzte Kapital aus Deutschland heraus. Die Deutsche Wirtschaft freut sich darüber. Deutschland ist nur noch zu eines gut. Den Leuten die noch Geld in der Tasche habe es auszusaugen, damit dieses Geld und die Arbeitsplätze dann ins Ausland wandern. Je eher alles zusammenbricht desto besser, dann kann ein neues System installiert werden. Aber den Gefallen werden sie uns nicht tun. Lieber werden sie uns bis in alle Ewikeit am Tropf von Harz 4 oder Arbeitsbeschäftigungsma&s zlig;nahmen hängen. Und uns vorgauckeln das die ganze Misere in Deutschland nur an der schlechten bildung liege. Und das man nur mehr Geld in die Bildung stecken müsse und schon würde sich ein Reicher Millionär überlegen sein Geld doch in Deutschland zu lassen. Und in Deutschland zu investieren. Ja vollkommen logisch. Wenn im Ausland die Arbeiterkosten 10 mal billiger sind, dann wird ein Unternehmer seine Fabrik nicht in Deutschland bauen, selbst wenn die Deutschen doppelt so intelligent sind, weil Intelligenz keinen Produktivitätszuwachs verspricht, sondern Motivation. Und Motivation für einfache Arbeiten haben nunmal die Menschen am meisten, die eher weniger intelligent sind. Also noch ein Grund mehr seine Fabrik im Ausland zu errichten. Intelligenz und Bildung ist eher ein Hemmnis für die Arbeiten, mit denen die breite Masse der Bevölkerung beschäftigt werden könnte. Bildung ist daher nicht das Heilmittel für eine durch Arbeitslosigkeit krankende Gesellschaft. Spitzenbildung ja, aber dann bitte nur soviel wie notwendig, weil sonst aus einem notwendigen Stoff den der Körper braucht, sehr schnell ein Gift werden kann wie Arsen. Eine Gesellschaft die nur noch aus Akademikern besteht wäre eine tote Gesellschaft, eine tote frustrierte Gesellschaft, in der sich jeder zu fein ist den Finger krum zu machen. In der selbst dann nicht gearbeitet werden würde, wenn Arbeit da wäre. Eine durch Intelligenz gelähmte Gesellschaft. Zuviel Akademiker und Gelehrte verträgt eine Gesellschaft auch nicht. Aber wenn nunmal keine Arbeit da ist, dann ist es egal ob die Gesellschaft aus Gelehrten oder aus Gehirnzombis besteht. Das Optimum wäre wohl ein Mittelmaß zwischen Gehirnzombi und Akademiker. Aber selbst wenn das Optimum erreicht ist, ohne Arbeitsplätze ist alles nichts. Dann bleiben wir auf unseren superintelligenten hochgezüchteten Wissenschaftlern sitzen oder die wanderen auch noch ab ins Ausland und die ganzen Investitionen in die Bildung waren auchnoch umsonst. Dann haben wir die Leute hier ausgebildet, damit die uns dann im Ausland auch noch zur Konkurenz werden. Meiner Meinung nach ist Deutschland ein Irrenhaus. Und dafür gibt es mehr als 1000 Begründungen.

Jetzt bin ich mal wieder vom eigendlichen Thema abgeschwiffen. Also worum es geht: Das Recht auf Faulheit:
Matin Luther hat ja die Arbeit durch seine Schriften in den Heiligenstand erhoben.

Das Recht auf Faulheit – Widerlegung des Rechts auf Arbeit von 1848:

Es gibt zwei Möglichkeiten um zu Genießen. Genießen durch Leiden (Arbeiten und sich schöne Dinge dafür kaufen), oder Genießen ohne zu leiden (nicht arbeiten und sich an nicht-materiellen Dingen erfreuen).

Wobei ich bei materiellen Dingen nicht die Grundbedürfnisse meine also Nahrung und Hygiene und Wohung und Heizung. Die müssen sichergestellt sein unabhängig davon, ob Jemand arbeitet oder nicht. Das sollte ein Grundrecht sein. Aber alles was darüber hinausgeht, also Auto etc. muß dann durch zusätzliche Arbeit erarbeitet werden. Und unter dieser Vorraussetzung ist es meiner Meinung nach jedem Menschen freigestellt für welche Art des Genießens er sich entscheidet. Wer sich fürs nicht arbeiten entscheidet, macht es den Arbeitssuchenden noch einfacher eine Arbeit zu finden, weil dann die Nachfrage nach Arbeit geringer ist. Daher sollte dann einer der eine Arbeit gefunden hat, sich auch nicht über einen beschweren, der freiwillig auf Arbeit verzichtet hat. Weil wenn der nicht verzichtet hätte auf Arbeit, dann hätte der der sich jetzt beschwert womöglich jetzt gar keine Arbeit. Das ist die Logik in einer Gesellschaft in der Arbeit Mangelware ist. Aber Logik ist in den Gehirnen der Politiker meistens auch Mangelware, sodaß man es denen noch nichtmal verdenken, kann, wenn diese die Arbeitslosen als Sozialschmarotzer hinstellen. Nur weil diese keinen Kampf gegen Windmühlen kämpfen wollen durch das hin und herschieben von Arbeitsplätzen, von Arbeiten die so oder so ausgeführt werden von 100000 Menschen die mich jederzeit ersetzen. Warum soll ich mich dann auch noch als 100001 ster in die Schlange stellen in der Hoffnung auch irgendwann einmal meinen Beitrag in der Gesellschaft leisten zu dürfen. Ich will ja, aber ich darf nicht, weil ich nicht gebraucht werde, weil alles auch so läuft ohne mein hinzutuhen. Also warum soll man sich dann deswegen den Kopf zerbrechen. Nur weil man an der Party der Arbeit nicht teilnehmen darf. Dann feier ich eben meine eigene Party. Und die ist bestimmt abwechslungsreicher als jede Arbeit die man mir bieten könnte. Soll ich mich selbst umbringen nur weil die Gesellschaft meine Arbeitsleistung nicht benötigt ? So weit kommt es noch. Erst Jemanden nicht zur Party einladen. Und sich hinterher beschweren, warum er nicht gekommen ist. Außerdem fand ich Partys wo jeder gegen jeden mobbt sowieso noch nie besonders lustig. Solln sie mal alleine machen ihre Party. Ich hätte ja fragen können ob ich auch kommen darf. Aber weil ich das schon 400 mal gemacht habe und immer wieder eine Absage bekommen habe, tuhe ich das jetzt nicht mehr. Auch wenn sie sich hinterher beschweren, warum ich denn nicht da gewesen wäre und das die Party doch so toll gewesen wäre. Arbeit ist wie eine Party auf der man nicht eingeladen ist, wo man unerwünscht ist. Wo man sich aber trotzdem beschwert, wenn man nicht gekommen ist. Als würde man Jemanden anbetteln, der einen immer wieder mit Füssen tritt. Und wenn ich zum 401 sten Mal dann keine Absage bekomme, sondern eingeladen werde, dann gehe ich zwar hin, aber werde sofort wieder rausgemobbt. Von der Party vertrieben weil man dort unerwünscht ist, nicht den Ansprüchen der Partygäste genügt. Auf solche Partys scheiß ich. Wenn mich Irgendjemand braucht, soll er sich bei mir melden. Der soll sich dann beim Arbeitsamt nach mir erkundigen, nach jemanden der bestimmte Fähigkeiten hat, die hunderttausende anderer Arbeitslose ebenfalls haben. Aber ich werde bestimmt nicht mehr länger darum betteln gehen. Das ist übrigends auch der Grund warum ich kein Lotto spiele. Weil ich Enttäuschungen satt habe.

Früher war die kapitalistische Gesellschaft und die dortige Arbeit die Ursache für geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung. Heute wo sich die Arbeitsbedingungen gebessert haben, ist das Nicht arbeiten die Ursache für geistiges Verkommen und körperlicher Verunstaltung. Das Nichtarbeiten der bildungslosen Massen die mit ihrer Freizeit nichts besseres anzufangen wissen, als sich durch übermäßigen konsum selbst zu zerstören.

Die Philosophen des Altertums lehrten die Verachtung der Arbeit. Die Philosophen von heute sollten die Verachtung für die Spaß und Überflußgesellschaf t lehren, weil diese die Menschen nicht glücklicher macht, sondern sie nur betäubt, damit sie den Schmerz nicht spüren für ihre wirklichen Bedürfnisse. Da es auch noch eine Welt gibt jenseits von Spaß und Überfluß, von Konsum und Massenverblödung. Wer nicht mehr arbeitet, der ist diesen schädlichen Einflüssen den ganzen Tag ausgesetzt. Aufgrund der Massenarbeitslosigkeit führt das dann zwangsläufig zur Degeneration der Gesellschaft. Wo nicht mehr geistige Weiterentwicklung zählt, sondern nur noch die Anzahl und die Intensität der Sinneswahrnehmungen die von außen auf einen einrieseln. Wer nicht mehr durch die Arbeit vor diesen schädlichen Einflüssen geschützt ist, der ist ihnen hoffnungslos ausgeliefert und wird durch die Werbung sogar noch in seinem Verhalten des maßlosen Konsums unterstützt. Einem Konsum, den die Menschen bedenkenlos in sich reinstopfen, den sie als Pflichterfüllung gegenüber der Wirtschaft ansehen. Bis ihnen die Mägen platzen und ihnen das Essen aus den Ohren wieder rauskommt, bis ihre Augen zu viereckigen Klötzen geworden sind. Bis ihre Sprache nur noch aus Sätzen besteht, die sie mehrmals am Tag wiederholen. Von all dem kriegen die hohen politiker ja alle nichts mit, weil sie selbst ja durch ihre Arbeit von all diesen Einflüssen geschützt sind. Was macht aber ein Sozialhilfeempfänger, der keine Möglichkeit hat sich mehr am Gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Er sucht sich eine Ersatzbeschäftigung, eine Ersatzbefriedigung. Und was ist da naheliegender als sich dem Konsum hinzugeben. Der Konsum und die Massenverblödung aus internet und fernsehn als Betäubungsspritze für die arbeitslosen ungebildeten Massen. Die ungebildeten Massen müssen beschäftigt werden mit sinnvollen Dingen, anstatt sie mit Konsum ruhigzustellen. Was ist, wenn sich die Gesellschaft das irgendwann nicht mehr leisten kann diese Leute durch konsum ruhigzustellen, durch Sozialhilfebeiträge. Diese Menschen werden dann wie Drogenabhängige aus ihren Drogenrausch erwachen und sich auf die Suche machen nach einem Ersatz für ihr früheres bequemes Leben. Wie ausgehungerte Junkys werden sie dann auf die Straßen marschieren für ihr Recht kämpfen. Wenn sie sich kein Internet keine Fernsehgebühren mehr leisten können kein Dach über dem Kopf und keine Süßigkeiten. Diese Gesellschaft steht auf wackligen Füßen. Jemand der nie etwas gehabt hat, wird sich nicht beklagen, wenn er weiter nichts bekommt. Aber ein Volk das man immer nur verwöhnt hat und dem man dann diesen Wohlstand entzieht, soein Volk ist dann zu allem fähig. Ich freue mich auf den totalen Markt. Weil dem totalen Markt der totale Aufstand folgt. Daher muß die Entwöhnung des Wohlstandes in Deutschland langsam erfolgen. Und als Grund für diese Entwöhnung und Verarmung müssen dann Dinge stehen, wie weil die Bildung in Deutschland zu schlecht ist, oder weil die Menschen in Deutschland zu faul sind. Man muß den Menschen einhämmern das sie selbst schuld sind für ihre Misere, weil sie keine Kinder mehr bekommen. Weil sie ja schließlich diese Parteien auch gewählt haben. Wenn die Menschen weniger Energie verbrauchen und weniger konsumieren, die Umwelt wird sich dafür bedanken und die nachkommenden Generationen ebenfalls. Da die Menschen von sich aus nicht einsichtig sind, muß man sie eben durch verarmung dazu zwingen weniger zu konsumieren. Außerdem schaden sie sich ja nur, daß sie sich jeden Tag die Wampe vollhauen und sich durch Internet und Fernsehn verblöden lassen. Also wäre es nicht nur ein Dienst für nachfolgende Generationen wenn weniger konsumiert wird, sondern auch für die Jugend und die jetzige Generation. Und wenn dieses Weniger an konsumieren dann durch sinnvolle Tätigkeiten ersetzt wird, die der eigenen Weiterentwicklung dienen, anstatt dem Anhäufen von materiellen Dingen.

Ich bin sogar der Meinung das man schädlichen Konsum wie Fernsehn, Internet, Alkohol, Zigaretten und Süßigkeiten verteuern sollte durch Steuern. Und von diesen Steuern könnte man dann Eliteuniversitäten und Forschungseinrichtungen bauen, sodaß diejenigen die hier in Deutschland ein Studium abschließen, dann auch direkt hier in Duetschland anschließend auch eine Arbeit in der Forschung finden, sich sogar dazu verpflichten müssen auch in Deutschland zu bleiben. Diese Steuern dürften nicht dazu verwendet werden um Schulden abzubezahlen oder Steuerlöcher zu stopfen, sondern dürften nur in Forschung und Entwicklung gesteckt werden.

Eine gute Arbeiterin verfertigt auf dem Handklöppel gerade fünf Maschen in der Minute. Gewisse klöppelmaschinen fertigen in derselben Zeit dreißigtausend. Jede Minute der Maschine ist somit gleich hundert Arbeitsstunden der Arbeiterin, oder vielmehr, jede Minute Maschinenarbeit ermöglicht der Arbeiterin zehn Tage Ruhe. Was für die Spitzenindustrie gilt, trifft mehr oder minder für alle durch die moderne Mechanik umgestalteten Industrien zu. Was sehen wir aber ? Je mehr sich die Maschine vervollkommnet und mit beständig verbesserter Schnelligkeit und Präzision die menschliche Arbeit verdrängt, verdoppelt der Arbeiter, anstatt seine Ruhe entsprechend zu vermehren, noch seine Anstrengungen, als wollte er mit den Maschinen wetteifern.

Während sich die Arbeiterschaft blindlings in Arbeit und Enthaltsamkeit gestürzt hat, so sieht sich die Kapitalistenklasse zu erzwungener Faulheit und Üppigkeit, zur Unproduktivität und Überkonsum verurteilt. Bei diesem geschäft geht der Körper schnell zugrunde, die Haare werden dünner, die zähne fallen aus, der Rumpf deformiert, der Bauch schwillt an, die Brust wird astmathisch, die Bewegungenwerden schwerfälliger, die Gelenke werden steif, die Glieder gichtig. Einmal in der absoluten Faulheit versunken und von dem erzwungenen Genuß demoralisiert, gewöhnte sich die Bourgeoisie trotz der Übel, welche ihr daraus erwachsen, bald an ihr neues Leben.

Die Bourgeois, die sich anmästen, die Dienstbotenklasse, die zahlreicher ist als die produktive Klasse, fremde und babarische Völker, die man mit europäischen Waren vollstopft – nichts, nichtss vermag die Berge von Produkten zu erschöpfen, welche sich höher und gewaltiger als die Pyramiden Ägyptens auftürmen.

Was die Arbeiter, verdummt durch ihr Laster, nicht einsehen wollen: Man muß, um Arbeit für alle zu haben, sie rationieren wie Wasser auf einem Schiff in Not. Eine gesetzliche Einschränkung der Arbeitszeit. Dabei wird die Durchschnittsproduktion sogar noch steigen, weil die Arbeiter dann ausgeruhter sind, anstatt immer durch Überstunden in Streß zu stehen und dann wieder für ein paar monate arbeitslos zu sein, wenn die Aufträge ausbleiben. Die Menschen müßten sich nicht mehr kaputtarbeiten an den wenigen Arbeiten die sie bekommen, sondern könnten arbeiten ohne sich dabei kaputt zumachen, ohne Angst zu haben Morgen schon die Arbeit zu verliehren, weil die Arbeit dann anstatt auf 6 Monate dann auf 12 Monate verteilt wäre und man nur noch halb soviel Stunden am Tag arbeiten bräuchte. Aber dann wäre die Nachfrage nach Arbeit jedoch nicht mehr so groß und die Unternehmer hätten nicht mehr die Möglichkeit die Löhne so stark zu drücken.
Um die Kapitalisten zu zwingen, ihre Maschinen von Holz und Eisen zu vervollkommnen, muß man die Löhne der Maschinen von Fleisch und Bein erhöhen und die Arbeitszeit derselben verringern. Beweise dafür ? Man kann sie zu hunderten erbringen. In der Spinnerei wurde die automatische Spinnmaschine (selfacting mule) in Manchester erfunden und angewendet, weil die Spinner sich weigerten, so lange zu arbeiten wie früher. In Amerika bemächtigt sich die Maschine alle Zweige der Agrarproduktion, von der Butterfabrikation bis zum Getreidejäten. Warum ? Weil die Amerikaner, frei und faul, lieber tausend Tode sterben möchten, als das Viehleben eines französischenBauern zu führen. Die im glorreichen Frankreich so mühsame, mit so vielen Bücken verbundene Landarbeit ist im Westen Amerikas ein angenehmer Zeitvertreib in freier Luft, den man sitzend genießt und dabei gemächlich seine Pfeife raucht.

Aus dem damaligen Recht auf Faulheit ist heute ein Zwang zur Faulheit geworden.

Arbeit befördert den Blutkreislauf, macht appetit, bewirkt ruhigen Schlag, entlastet die krankenkassen, vertreibt schwere Gedanken, schafft gutes gewissen und Fröhlichkeit, bekräftigt die Organe.

All diesen guten Eigenschaften wurden die Menschen durch den Zwang zur Faulheit beraubt.

Und jetzt muß sich der Mensch, der seit hunderttausenden von Jahren nichts anderes als Arbeiten gewöhnt ist, plötlzich anpassen an eine Umgebung die ihn dazu zwingt faul zu sein. Solche starke Veränderungen benötigen ein starkes anpassungsvermögen. Nur die anpassungsfähigsten werden die negativen Einflusse der Massen und konsumgesellschaft, schadlos überstehen. Wir Menschen sind wie hunde die nicht aufhören können zu fressen wenn man sie immer weiter füttert. Und die Politik unterstützt die Menschen sogar auch noch dabei. Ich wäre sogar dafür, daß jeder Mensch Lebensmittelkarten bekommt, wo er nur gesunde Lebendmittel kaufen kann und nur soviel wie sein Körper auch tatsächlich verträgt und benötigt. Dann würden die Menschen weniger zeit mit Essen und Auswahl des Essens verbringen und mehr mit sinnvollen Beschäftigungen.

Aristoteles: „Wenn jedes Werkzeug auf Geheiß oder auch vorausahnend das ihm zukommende Werk verrichten könnte, wie des Dädalus Kunstwerke sich selbst bewegten, oder die Dreifüße des Hephästus aus eigenem Antrieb an die heilige Arbeit gingen, wenn so die Webeschiffe von selbst webten, so bedürfte es weder für den Werkmeister der Gehilfen, noch für die Herren der Sklaven. „

Der Traum des Aristoteles ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen Gliedern, mir wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig und von selbst ihre heilige Arbeit. Und doch lebt der Geist der großen Philosophen des Kapitalismus nach wie vor beherrscht vom Vorurteil des lohnsystems, der schlimmsten aller Sklavereien. Sie begreifen noch nicht, daß die Maschine der Erlöser der Menschheit ist, der Gott, der den Menschen von den sordidae artes und der lohnarbeit loskaufen, der Gott, der ihnen Muße und Freiheit bringen wird.

 
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11.04.2006 - 12:52: RE: Recht auf Faulheit | Zitieren Zitieren

Faulheit, Faulheit, Faulheit. Es lebe die Faulheit. Es gibt zwei Möglichkeiten faul zu sein:

1. Arm und faul (Harz 4)
2. Reich und faul (Man lebt von zinsen oder Mieteinnahmen)

Alles was sich zwischen 1 und 2 befindet ist dazu
gezwungen zu arbeiten. Man sollte nicht die Arbeitslosenzahlen veröffentlichen, sondern die Zahl der Faulen. Und je mehr reiche es gibt desto fauler und unproduktiver Leben die Menschen. Aber man kann es sich leisten, da es Deutschland nicht am Potential der Produktivität Mangelt, sondern nur daran dieses Potential auch zu entfalten. und selbst wenn es entfaltet werden würde, käme es zu einer Überproduktion und wir sind sowieso schon Exportweltmeister. Also noch mehr geht sowieso nicht. Also können wir beruhigt faul sein, weil wir es verdient haben. Wenn die Menschen im größten Exportland der Welt hungern müßten, dann würde irgendwas schief laufen. Deutschland ist das Land in dem am meisten produziert wird, für die wenigste Arbeit.

Wenn man jeden Tag in der Kneipe sitzt und Stammtischparolen abläßt, dann tut man auch keine
richtige Arbeit, ist also faul. Aber was tun denn
schließlich die Politiker ? Die machen doch auch nicht mehr als Stammtischparolen abzulassen. Es wird immer gesagt, Hitler sei ja ungebildet und dumm gewesen und ein Faullenzer. Aber welche Politiker kann denn schon von sich behaupten vor seiner politischen Karriere ein Buch (Mein Kampf) geschrieben zu haben, und nicht erst nach dem Ende seiner Karriere in Form von Memoaren. Der einzige den ich noch kenne war Möllemann, der auch ein Buch geschrieben hatte über seine Politischen Ziele. Aber der ist ja nun mal tod. Wo ist das Buch von Schröder oder Merkel ? Hitler hat seine politischen Ziele aufgeschrieben und durchgeführt er hat sie abgearbeitet und sich daran gehalten was er in seinem Buch geschrieben hat. Und Merkel, glaubt das sie es noch nicht mal nötig hat soein Buch zu schreiben. Merkel ist nichts anderes als ein fauler Penner in einer Kneipe der irgendwelche Stammtischpoarolen von sich läßt und dafür viel Geld einkassiert. 8000 Euro pro Monat für Stammtisch geschwätz und das tausendfache Wiederholen von bereits tausendfach gehörtem. Merkel ist keine Politikerin wie Hitler sie tapst nur wahrlos umher ohne Ziel und Plan.

 
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