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"Erkenne Dich selbst !", so stand es schon einst über dem Orakel von Delphi.
Möget ihr, die ihr hierher kommt, um nach Antworten auf die Fragen des Lebens zu suchen, bereichert von hier gehen.
Doch denkt auch daran: If you look too deep into the abyss, the abyss looks back into you ...
Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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gryffi

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Registriert: 28.05.2004
Beiträge: 398

01.12.2007 - 13:16: St. Nikolaus vs. Weihnachtsmann | Zitieren Zitieren

Früher kam bei den Kindern zu Weihnachten noch das Christkind. Heute ist es der Weihnachtsmann. An den Häusern klettern Weihnachtsmänner hoch, wo man hinsieht dominiert der Weihnachtsmann in den Warenhäusern. Wir vergessen unsere eigenen Traditionen und eifern immer mehr amerikanischen nach. Was verlieren wir dadurch?

*****
Die Geschichte über St. Nikolaus

In der reichen Stadt Patara lebte vor langer, langer Zeit ein Knabe, dessen Name war Nikolaus. Vater und Mutter starben leider an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Die Eltern hinterließen ihm großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Ländereien, Schlösser und Paläste. Auch Pferde, Schafe, Esel und andere Tiere besaß er. Doch er war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Seine Angestellten wollten ihn aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit ihm auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.

Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen. Auch die Tiere spürten, dass er traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde, wollte er sich schlafen legen. Da stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Eine davon ergriff er und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag vor seiner Tür und wollte nur Brotsamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten sie ihm nicht. Es geschah, dass der Arme starb. Er wurde von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen".

Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte Nikolaus. Ich bin schön gekleidet und lebe im Überfluss. Die Bettler draußen beim Stadttor habe ich vergessen. Morgen will ich früh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich er sich zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie ihn erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine. Eilig löste er die schwere Goldkette vom Hals, zog den Ring vom Finger und gab es ihnen. Er schlüpfte aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte alles. Glücklich ging er nach Hause. Er war wieder fröhlich.

Nikolaus ließ auf seine Kleider Taschen aufnähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles. Mit 12 Jahren wurde Nikolaus weit weg in die Schule gebracht. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.

Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große Not. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.

Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. Ich bin Nikolaus ein Diener Christi, antwortete er. Da führte man ihn ins Gotteshaus und ernannte ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, stand sein alter, grauer Esel vor der Tür. Von da an wurde er sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe. In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.

An seinem Geburtstag kleidete er sich jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der war gefüllt mit Äpfel, Nüssen, Mandarinen und Honigkuchen. Er schritt durch die Strassen und verteilte die Gaben und machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Und als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, dass er sich von den Kindern trennen sollte.

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~The Lights At The End Of The Tunnel Are Only The Headlights Of An Incoming Train~



 
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Nemesis (M+)

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Registriert: 31.03.2004
Beiträge: 1238

03.12.2007 - 06:45: RE: St. Nikolaus vs. Weihnachtsmann | Zitieren Zitieren

Grüß Dich !

Tja, da wird manches durcheinander geworfen, denn der Festtag des Hl. Nikolaus, dessen Geschichte Du hier schilderst, ist ja am 06.12. Weihnachten, die Feier zur Geburt Jesu Christi, am 24.12. bzw. 25.12. hat damit nichts zu tun. Der Weihnachtsmann, der die Geschenke verteilt, wurde von Coca Cola erfunden, eine Art Werbegag, der sehr viel Einfluß genommen hat.

Der Hl. Nikolaus, den es historisch wirklich gegeben hat, war, wie erwähnt, Bischof von Myra. Das liegt in der heutigen Türkei, ich habe das, was von der Kirche noch übrig ist, bei meinem 3. Türkeiurlaub besichtigt. Da die Türken selbst keine Christen sind, ist es für sie nicht ganz so wichtig wie für uns.

Weihnachten wird sehr stark von Konsum und Co. überwuchert, viele wissen gar nicht mehr, worum es dabei ursprünglich einmal ging. Oder daß es in Bethlehem keine Tannen gab, höchstens Palmen. *G* Aber sorgt es Dich wirklich, daß man statt dem Christkind nun an den Weihnachtsmann glaubt ? Ok, ersteres war wenigerer mit Merchandising verknüpft, aber erfunden sind beide mehr oder weniger. Also in ihrer Funktion als Geschenke-Überbringer.

Ich wünsche euch allen einen schönen Advent. :cool:

MfG, Dein Nemesis.

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You think you KNOW me ?! - You ain´t seen NOTHING yet !

"Damit ihr wißt, wie es ist, in der Hölle zu sein,
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KidStealth

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Registriert: 30.11.2004
Beiträge: 72

10.01.2008 - 15:41: RE: St. Nikolaus vs. Weihnachtsmann | Zitieren Zitieren

Nemesis schrieb:
... Ok, ersteres war wenigerer mit Merchandising verknüpft, aber erfunden sind beide mehr oder weniger. Also in ihrer Funktion als Geschenke-Überbringer...


stimmt.

ich persönlich freue mich auf die weihnachtszeit... für mich wirds dann immer etwas ruhiger. besinnlich nicht gerade... aber einfach ruhiger. denn einkaufs- und geschenkestress hab ich nicht.

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"Unablässig von Blut getränkt,
ist die ganze Erde nur ein riesiger Altar,
worauf alles, was Leben hat,
geopfert werden muß, endlos, unablässig..."

Joseph Marie Comte de Maistre (1753 - 1821)











(Editiert am: 10.01.2008 15:43 von KidStealth)
 
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