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Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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Nemesis (M+)

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22.11.2008 - 19:29: Zum Burnout - Syndrom | Zitieren Zitieren

Karriere 04.11.2008
Ausgebrannt: Burnout betrifft nicht nur Manager

Burnout galt lange Zeit als die typische Managerkrankheit. Doch mittlerweile trifft der gefährliche Erschöpfungszustand Menschen jeden Alters und Berufs.


Viele fragen verunsichert: Bin ich nur erschöpft oder tatsächlich ausgebrannt? Burnout ist kein vorübergehendes Stimmungstief, sondern eine ernst zu nehmende Erkrankung, die ärztlich behandelt werden sollte. Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger beobachtete das Burnout-Syndrom erstmals in den siebziger Jahren. Damals waren vor allem Personen betroffen, die in so genannten Helferberufen arbeiteten. Sie verwandelten sich im Laufe der Zeit von mitfühlenden Zeitgenossen zu depressiven Zynikern. Ihre Patienten behandelten sie immer abweisender und gleichgültiger. Heute, so schätzen Experten, leiden mehr als 1,6 Millionen Deutsche unter chronischer Erschöpfung.

Am Anfang des "psychovegetativen Erschöpfungszustands", wie es medizinisch korrekt heißt, steht meist ein psychisches Unwohlsein. Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, verstärkte Unlustgefühle und Schlafstörungen. Doch in der Regel schenkt der Burnout-Kandidat diesen Beschwerden keine weitere Beachtung.

In der nächsten Phase treten verstärkt psychosomatische Beschwerden auf. Dazu zählen Verspannungen, Magen- und Herzbeschwerden sowie erhöhter Blutdruck. Die Symptome verschwinden meist wieder, sobald die Stressursachen beseitigt werden. In dieser Zeit leidet der Betroffene unter massiver Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung. Er fühlt sich als Versager und glaubt, sein Leben nicht mehr kontrollieren zu können. Dadurch gerät er in einen Teufelskreis von Überforderung, Unzufriedenheit und Selbstanklage.

Viele versuchen, die Situation durch Rückzug zu bewältigen. Das betrifft meist nicht nur die Arbeit, sondern auch sämtliche sozialen Beziehungen. Im weiteren Verlauf des Burnouts baut der Ausgebrannte immer weiter ab. Er kann sein Leben nicht mehr organisieren, ist chronisch unmotiviert und wenig kreativ. Sein emotionales, soziales und geistiges Leben flacht immer mehr ab.

Zuletzt schlägt die Erschöpfung in Verzweiflung um. Die emotionale Spanne reicht in dieser letzten Phase von Depressionen bis hin zu existenziellen Ängsten mit Selbstmordgedanken.


Habe ich Burnout? Entscheidend ist der wahrgenommene Leistungsdruck

Die Grenze zwischen normaler Erschöpfung und Burnout ist fließend. Nicht hinter jedem Unlustgefühl verbirgt sich gleich ein Burnout. Entscheidend ist vor allem der wahrgenommene Leistungsdruck. Dieser entsteht meist nicht, wenn eine Tätigkeit wirklich Spaß macht. Charakteristisch für einen Burnout ist das Zusammentreffen von emotionaler Erschöpfung, starker Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung und einer grundlegenden Persönlichkeitsveränderung.

Als besonders gefährdet gilt der typische Workaholic. Ihm fehlt ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit. Sobald es in seinem Job kriselt, fühlt sich der Arbeitssüchtige bedroht und gleicht das durch noch mehr Arbeit aus.

Wie für die meisten Krankheiten gilt auch für das Burnout-Syndrom: Vorbeugen ist besser als heilen. Untersuchungen des Instituts für Arbeits- und Sozialhygiene (IAS) haben ergeben, dass speziell Führungskräfte die ersten psychischen und psychosomatischen Warnsignale häufig übersehen. Die daraus entstehenden ernsthaften Krankheiten werden dann nicht mehr mit den Anfängen in Verbindung gebracht. Oft deckt erst ein ausgiebiges Gespräch mit einem Arzt den Zusammenhang auf.

Ist der Burnout erst einmal eingetreten, hilft nur noch eine grundlegende Lebensumstellung. Sie erfolgt in der Regel erst dann, wenn durch massive körperliche Beschwerden ein entsprechender Leidensdruck entsteht. Um so mehr lohnt es sich, vorzubeugen.

Sinnvolle Strategien:

~ Entlarven Sie Ihre pessimistische Grundhaltung und lernen Sie, Ihr Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

~ Lernen Sie, Aufgaben zu delegieren. Legen Sie Unwichtiges auf Eis.

~ Entwickeln Sie Strategien für Notfälle.

~ Richten Sie sich eine begrenzte Sorgenzeit ein. Ansonsten sind Grübeleien tabu.

~ Malen Sie sich aus, was im schlimmsten Fall passieren könnte und bereiten Sie sich darauf vor.

~ Bauen Sie ein soziales Netzwerk auf, das Sie auffängt und unterstützt.

© Lifeline.de

Quelle: Web.de

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"Damit ihr wißt, wie es ist, in der Hölle zu sein,
damit ihr wißt, wie es ist, nach Erlösung zu schrei´n,
nur deshalb komm´ ich zurück,
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ich nehm´ das letzte Streichholz
und verbrenne eure schöne, heile Welt!"
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28.09.2009 - 16:17: RE: Zum Burnout - Syndrom | Zitieren Zitieren

Krankheiten 28.09.2009
Burn-out-Syndrom: Viele Mütter sind körperlich krank

Münster (dpa) - Rund um die Uhr im Einsatz für Familie und Beruf: Immer mehr Mütter leiden am Burn-out-Syndrom, sie fühlen sich ausgebrannt


"Ursache ist die Mehrfachbelastung der Frau", sagte Maria Schumacher von der Caritas in Münster.

Laut einer Studie der FH Hannover sind 68 Prozent der Frauen in Mutter-Kind-Kuren deswegen sogar körperlich krank. Besonders betroffen seien allein erziehende Mütter.

Erziehung, Beruf und oft sogar pflegebedürftige Eltern seien Anforderungen, denen Mütter kaum gerecht werden könnten.

"Körperliche Krankheiten sind die Folge", sagte Schumacher. "Ohne medizinische Hilfe kommt es dann zum körperlichen Zusammenbruch."

Quelle: GMX.de

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12.10.2011 - 00:11: RE: Zum Burnout - Syndrom | Zitieren Zitieren

11.10.2011, um 13:20 Uhr
Häufige Tränen weisen auf Burnout hin

Berlin (dpa/tmn) - Ändert ein Mitarbeiter sein Verhalten im Job, kann das ein erstes Anzeichen für Burnout sein. Kollegen sollten darauf achten, ob jemand häufiger am Arbeitsplatz weint, gereizt oder teilnahmslos ist.


Kollegen sollten aufmerksam werden, wenn ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz immer öfter in Tränen ausbreche, rät die Arbeitspsychologin Susanne Roscher in der Zeitschrift "der freie Beruf". Auch zunehmende Reizbarkeit oder scheinbare Teilnahmslosigkeit im Arbeitsalltag könnten Symptome sein. Ein Hinweis auf Burnout sei auch, wenn sich ein früher gut integrierter Kollege immer mehr aus der Abteilung zurückzieht und in die innere Emigration geht.

Daneben könnten auch eine negative Einstellung zur Arbeit sowie eine nachlassende Effektivität ein erster Hinweis auf einen Burnout sein. Das sei etwa der Fall, wenn ein Mitarbeiter zwar viele Überstunden macht, aber mit der Arbeit nicht hinterherkommt, da er sie unstrukturiert erledigt.

Quelle: GMX.de

Mein Kommentar: Diese "Alarmsignale", auf die man achten soll, sind leider ziemliche Allgemeinplätze, die alles und nichts bedeuten können. Probleme und Sorgen in der Beziehung und Familie oder wegen Geld, schlicht mangelnde Kompetenz oder auch Depressionen könnten z.B. auch zu den genannten Symptomen führen. Man sollte zwar schon ein wenig kollegial aufeinander achten statt sich das Leben gegenseitig noch schwerer zu machen, aber da bräuchte es schon konkretere Anzeichen, um wirklich hellhörig werden zu können.

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