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"Erkenne Dich selbst !", so stand es schon einst über dem Orakel von Delphi.
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Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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Nemesis (M+)

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26.09.2011 - 00:21: Rosenstolz über Burn Out | Zitieren Zitieren

Samstag, 24.09.2011, 08:13 Uhr
"Man findet das Glück, wenn man nicht danach sucht"

Und irgendwann bemerkte Peter Plate (44), dass gar nichts mehr funktionierte. Der Rosenstolz-Songwriter fiel in ein tiefes, tiefes Loch. Ärztliche Diagnose: Burnout. Das Berliner Pop-Duo, das zu den wohl umsatzstärksten Bands des Landes gehört, sagte zum ersten Mal in seiner Laufbahn Konzerte ab, ging in eine Zwangspause. Nun sind Rosenstolz zurück: "Wir sind am Leben" heißt das zwölfte Studioalbum, das für Plate und Rosenstolz-Sängerin Anna R. (41) gleichzeitig das 20-jährige Bandjubiläum markiert.
Von: Jochen Overbeck


Als vor drei Jahren die letzten Konzerte der laufenden Tournee abgesagt wurden, weil Ihr Partner Peter einen Burnout erlitten hatte, rechnete man mit einer längeren Pause. Dachten Sie, dass Rosenstolz doch recht rasch weitermachen würden?

Anna R.: Ich machte mir damals keine Gedanken darüber, wie lange das dauern würde. Sie haben natürlich recht, es hätte schon auch sein können, dass das nicht so schnell geht. Aber Peter ist, was Musik betrifft, ein Getriebener. Er flog also nach London und machte dort genau das, was er macht, seit er 13 ist. Sich hinsetzen und Songs schreiben. Nicht für mich und nicht für Rosenstolz, sondern zunächst einmal für sich selbst. Immer wenn einer fertig war, fragte er mich, ob wir ihn nicht mal aufnehmen sollten. Irgendwann stellten wir fest: Mein Gott, das ist ja doch 'ne Platte.


Wie kam dieser Burnout denn? Sah man den heranziehen?

Im Nachhinein kann man viel sagen. Damals fanden wir diesen Rhythmus von Platte, Tour, Platte, Tour aber schon auch schön. Nur war es eben so, dass wir irgendwann am Ende unserer Kräfte waren. Wir wollten nach dem Ende der letzten Tournee ohnehin eine Pause machen, weil wir merkten, uns geht langsam die Luft aus. Die andere Sache ist: Klar hätte man das sehen können. Und vielleicht hätte man vorher die Notbremse ziehen können. Aber wenn Du mit einer 120-Leute-Crew auf Tour bist, und 15.000 Tickets verkauft hast, willst du das auch nicht hinschmeißen. Da denkst du dir: Ich beiß' die Zähne zusammen und stehe das durch. Das ging nur für Peter einfach nicht mehr. Vielleicht hat das aber auch was Gutes. Sonst wäre es später passiert.


Peter reiste dann für eine Auszeit nach London. Haben Sie sich gesehen?

Einige Male. Aber nicht so oft. Wir waren ja in den letzten 20 Jahren wirklich ununterbrochen zusammen. Da tat eine längere Pause auch mal ganz gut.


Was haben Sie in der Zwischenzeit gemacht?

Ich hatte plötzlich ganz viel Zeit. Ich war kurz im Urlaub, danach konnte ich mich schlichtweg dem Alltag widmen. Für Freunde kochen, die Terrasse herrichten, nähen, malen, lesen. All das, was normale Menschen eben machen, wenn sie einmal Zeit haben und was ich in den letzten Jahren grob vernachlässigte. Ich habe mich quasi resozialisiert.


Hatten Sie jemals die Befürchtung, dass die Band an dieser Auszeit scheitern würde?

Nein. Uns war klar, dass es mit Rosenstolz weitergehen würde. Existenzängste hatten wir nie. Dafür kenne ich Peter und mich gut genug. Nur wie wir das angehen würden, ob dabei tatsächlich ein neues Studioalbum herauskommen würde, stand überhaupt nicht fest. Das hätte auch irgendwas ganz anderes werden können.


Auf der letzten Platte "Die Suche geht weiter" suchten Sie nach dem Glück. Markiert der Albumtitel "Wir sind am Leben" das Ende dieser Suche?

Das würde ich nicht sagen. Eher sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass so eine Suche nie vorbei ist. Dass es mehrere Ziele im Leben gibt, ganz unterschiedliche, die sich auch mal ändern können. Man findet das Glück vielleicht auch dann, wenn man gerade nicht sucht.


Finden Sie auf der Platte trotzdem einen roten Faden?

Natürlich ist die Platte für mich eine Aufarbeitung der Zeit, erzählt von Momenten, in denen es uns nicht so gut oder eben gut ging. Dann erkennt man auch, dass wir nach vorne schauen.


Beim "Lied von den Vergessenen" zitiert Ihr die Hookline von Lady Gagas "Paparazzi". War Ihnen das während der Aufnahmen bewusst?

Nein. Das ist so eine Geschichte, die passiert, wenn man Musik macht und gleichzeitig mit offenen Ohren durch die Welt läuft. Wenn so was sehr häufig im Radio zu hören ist, schleust es sich ins Hirn ein. Ich habe das erst viel später bemerkt.


Mit "Irgendwo in Berlin" setzen Sie Ihrer Heimatstadt ein Denkmal. Berlin-Songs gibt es einige. Welche sind Ihnen wichtig?

"In Grunewald ist Holzauktion", sag ich nur dazu. (lacht) Nein, ernsthaft: So sehr die Leute auch über Berlin meckern, ich liebe diese Stadt. Und ich liebe Lieder darüber. "Dickes B" von Seeed ist etwa einer dieser Songs, dessen Text die Atmosphäre perfekt einfängt. Und die alten Chansons über die Stadt sind natürlich auch wunderbar. Friedrich Hollaender und solche Leute, zauberhaft.


Sie singen in dem Lied davon, wie Sie das erste Mal geküsst wurden. Was war das Berlin Ihrer Jugend? Wo passierten solche Dinge?

Ich wuchs am Ende der Leninallee auf, die jetzt natürlich nicht mehr so heißt. Quasi am Dreiländereck zwischen Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Lichtenberg. Wichtigster Ort war natürlich die Schule. Dann gab es einen Jugendclub. Und dann gab es noch einen Laden, der Feuerwache hieß und die Kinderdisco. Sieht heute ganz anders aus. Viele Neubauten. Ich fuhr neulich dran vorbei, ich wohne ja immer noch in Friedrichshain.


Auf dem letzten Song gastiert der New Yorker Sänger Scott Matthew. Den würde man nicht unbedingt auf einer Ihrer Platten erwarten.

Anna R.: Wir kennen den aber ganz gut, vor allem Peter. Es war einfach so, dass wir mit dem letzten Song nicht ganz zufrieden waren. Da fehlte etwas Positives. Und es gab eben diese Scott-Matthew-Nummer, die uns ziemlich gut gefiel. Also fragten wir ihn, ob er Lust hätte, das zu singen. Und bald darauf war er ohnehin in der Stadt und sang das noch mal für uns ein. Übrigens nach einem Auftritt - da ging er mit einer Flasche Rotwein ins Studio und sang 'ne Stunde lang "Make It Beautiful". Könnte ich nicht.


Wie steht es jetzt mit Live-Auftritten? Werden Sie da kürzertreten?

Das können wir jetzt noch nicht sagen. Ich denke schon, dass wir wieder auftreten werden, aber sicher nicht mehr in diesem Jahr. Wie sich das dann gestalten wird - da gibt es verschiedene Denkmodelle. Wir lassen uns auf jeden Fall Zeit. Wir wollen nicht, dass der nächste Zusammenbruch vorprogrammiert ist.

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Quelle: GMX.de

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damit ihr wißt, wie es ist, nach Erlösung zu schrei´n,
nur deshalb komm´ ich zurück,
mit flammendem Blick,
ich nehm´ das letzte Streichholz
und verbrenne eure schöne, heile Welt!"
(Oomph!)

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Nemesis (M+)

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18.02.2012 - 15:49: RE: Rosenstolz über Burn Out | Zitieren Zitieren

18.02.2012, 08:32 Uhr
Rosenstolz: Es könnt' ein Ende sein

Im Herbst 2011 begann ihr Comeback - und im Frühjahr 2012 scheint es bereits wieder beendet zu sein: Das Popduo Rosenstolz sagte Berichten der "Bild"-Zeitung zufolge alle anstehenden Termine überraschend ab.
Von teleschau - der mediendienst


"Wir haben uns entschieden, eine kreative Pause einzulegen, keine weiteren TV-Auftritte zu machen und keine Interviews zu geben", wird das Management von AnNa R. und Peter Plathe zitiert. Von einer Trennung soll allerdings nicht die Rede sein - man plane lediglich eine Auszeit.

Fans wird die Nachricht dennoch hart treffen: Immerhin stellte die Veröffentlichung des Nummer-Eins-Albums "Wir sind am Leben" im vergangenen September das erste Lebenszeichen der Berliner nach dreijähriger musikalischer Abwesenheit dar - Peter Plathe musste sich von einem Burnout-Syndrom erholen.

© teleschau - der mediendienst GmbH

Quelle: GMX.de

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