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Nemesis' Hallen der Erkenntnis
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Nemesis (M+)

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12.11.2011 - 07:23: Big Alien Brother is watching us ? | Zitieren Zitieren

11.11.2011, 15:21 Uhr
Aliens könnten mit Sonden nach uns Ausschau halten

Neue Idee in der Alien-Forschung: Außerirdische werden nicht mehr persönlich auf der Erde erscheinen – nein, sie platzieren im Weltraum Erkundungssonden.
Von Anatol Johansen


Grüße in 55 Sprachen und die Sprache der Wale, die Hirnströme einer verliebten jungen Frau, einige Worte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Musik von Beethoven, 118 Fotos der Erde – mit diesen und einigen anderen Botschaften von der Erde sind seit nunmehr 34 Jahren zwei absolute Rekord-Sonden der Nasa auf dem Weg in den erdfernen Weltraum.

Voyager-1 ist inzwischen etwa 18 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, Voyager 2 etwa 15 Milliarden Kilometer. Beide senden immer noch Signale, die – obwohl sie mit Lichtgeschwindigkeit reisen – mehr als 13 Stunden bis zur Erde unterwegs sind.

In etwa fünf Jahren, so heißt es jetzt bei der Nasa, werden die beiden Rekordbrecher unser Sonnensystem endgültig verlassen und auf Nimmerwiedersehen im interstellaren Raum entschwinden.

Ob die Botschaften der kosmischen Flaschenpost je einen intelligenten Außerirdischen erreichen oder gar von ihm entziffert werden, bleibt dabei allerdings außerordentlich fraglich. Immerhin liegt der uns nächste Stern (Proxima Centauri) nicht 13 Lichtstunden von uns entfernt wie derzeit die beiden irdischen Weltraum-Späher sondern mehr als vier Lichtjahre. Die uns nächste Galaxie bringt es sogar auf einen Erdabstand von 160.000 Lichtjahren.

Doch was ist eigentlich, wenn Forschungsgeräte von der "Gegenseite" kommen – oder längst gekommen und inzwischen irgendwo in unserem Planeten-System niedergegangen sind? Würden wir sie überhaupt bemerkt haben? Dieser Frage sind jetzt zwei amerikanische Wissenschaftler an der Pennsylvania State University nachgegangen.

Dabei geht es Jacob Haqq-Misra und Ravi Kumar Kopparapu keineswegs um die höchst fragwürdigen und heiß umstrittenen "fliegenden Untertassen", die Ufos, die längst zu einer Glaubensfrage geworden sind, auch wenn sich die Beschäftigung mit diesem Phänomen inzwischen zur Pseudo-Wissenschaft der "Ufologie" weiter entwickelt hat.

Staatliche und nicht-staatliche, zivile und militärische Institutionen in aller Welt befassen sich mit den unidentifizierbaren Flugobjekten – wobei trotz aller Streiterei eines klar ist. Bislang gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz dieser seltsamen "Fremdflieger" aus dem All, sodass die seriöse Wissenschaft die Ufos auch außen vor lässt.

Die beiden Wissenschaftler an der "Penn" in Philadelphia geben der Forschung zu unbekannten, fliegenden Objekten nun eine neue Richtung. Wenn es tatsächlich andere Zivilisationen in unserer Milchstraße gibt, so meinen sie, wäre es doch denkbar, dass sie – genau wie wir – unbemannte Geräte für Forschungszwecke in den Weltraum entsenden. Sie spekulieren daher mit der Möglichkeit, dass kleinere, unbemannte Geräte, zwischen einem und zehn Metern Größe – also quasi eine Art von "außerirdischen Voyagern" – aus dem Weltraum sozusagen im "Gegenverkehr" zu uns gelangt sein könnten. Doch wäre dies tatsächlich der Fall, beklagen die Forscher, so würden wir diese Geräte kaum finden.

"Die Größe des Weltraums einerseits und unsere geringen Such-Bemühungen andererseits beinhalten", schrieben sie in einem Beitrag, der jetzt von der Fachzeitschrift "Acta Astronautica" zur Veröffentlichung angenommen wurde, "dass außerirdische Sonden wahrscheinlich unentdeckt bleiben würden." Andererseits dürften "Aliens" in anderen Zivilisationen – wenn sie in etwa unseren Intelligenz-Grad hätten – auch unsere Voyager- oder Pioneer-Sonden kaum ausfindig machen.

"Extraterrestrische Geräte in unserem Sonnensystem sind durchaus möglich, ohne dass wir Kenntnis von ihnen haben", meinen sie, "einfach, weil wir noch nicht genügend nach ihnen gesucht haben. Eine unbemannte Forschungssonde außerirdischen Ursprungs würde wahrscheinlich unentdeckt bleiben."

Auf der Erde selbst vermuten Jacob Haqq-Misra und Ravi Kopparapu allerdings die außerirdische Forschungsgeräte, sogenannte NTAs (Non-Terrestrial Artifacts), eher weniger. "Die Erde ist einer der wenigen Orte in unserem Sonnensystem, der fast vollständig mit einer Auflösung von weniger als einem Meter untersucht wurde", meinen sie. Zwar gebe es Höhlen, Dschungel- und Wüsten-Gebiete sowie den Meeresboden, die bisher nicht derart genau untersucht wurden. Doch bleibe die Erde "der am besten untersuchte Ort des Sonnensystems und gebe uns die größte Zuversicht, dass hier noch keine NTAs eingetroffen sind."

Anders wäre es mit dem Mond. Hier sei der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) gerade dabei, die Mondoberfläche mit einer Auflösung von etwa einem halben Meter zu kartographieren. Dabei müsste also ein NTA schon auffallen, wenn es nur einen Meter groß wäre. Allerdings wäre es auch möglich, ein NTA unter Umständen an seiner Mikrowellen- oder Infrarot-Strahlung zu identifizieren. So müsse man gegebenenfalls Stellen mit erhöhter Temperatur auf der Mondoberfläche noch einmal gesondert unter die Lupe nehmen.

Ebenso würde die chemische Zusammensetzung einer extraterrestrischen Forschungs-Apparatur anders sein als das umgebende lunare Regolith-Gestein; sie würde daher auch eine andere spektrale Signatur abgeben, die gegebenenfalls auch auffallen müsste. Bei unserem rötlich schimmernden Nachbarplaneten Mars ergibt sich eine ähnliche Situation. Er wird ständig intensiver untersucht – auch wenn eine grade gestartete, schwere russische Marssonde momentan Schwierigkeiten hat, ihr Ziel zu finden.

Allerdings rollen auch die Amerikaner grade einen neuen Mars-Rover an den Start, gespickt mit einer Vielzahl von anspruchsvollen Experimenten. Doppelt so groß und fünf Mal so schwer wie seine Vorgänger, soll er am 25. November auf Cape Canaveral in Florida starten. Zusammen mit den Planeten umrundenden Satelliten dürfte er gegebenenfalls auch thermale oder spektroskopische Unregelmäßigkeiten auf der Marsoberfläche registrieren, die für die NTA-Sucher interessant sein könnten.

Monumentale Aufgabe

Allerdings, so theoretisieren Haqq-Misra und Ravi Kopparapu, könnten außerirdische Aufklärungs-Sonden auch im Asteoriden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter ihre Kreise ziehen oder im weiter draußen liegenden Kuiper-Gürtel.

Unser ganzes Sonnensystem nach eventuellen, ein bis zehn Meter großen Forschungssonden abzusuchen, wäre allerdings eine "monumentale Aufgabe", räumen beide Forscher selbst ein. Sie gliche dem Versuch, "eine Nadel in einem 1000 Tonnen schweren Heuhaufen zu suchen."

Dennoch halten sie nach ihrer Analyse und ihren Wahrscheinlichkeits-Rechnungen ihren Anfangs-Verdacht aufrecht. "Unsere bisherigen Untersuchungen des Sonnensystems sind so unvollständig", schreiben sie, "dass wir die Möglichkeit nicht ausschließen können, dass es außerirdische Sonden gibt, die uns vielleicht sogar beobachten."

Das aber könnte eine Antwort auf das berühmte sogenannte Fermi-Paradoxon sein. Der berühmte Nobelpreisträger und Kernphysiker Enrico Fermi hatte 1950 bei einer Diskussion mit Kollegen spekuliert, dass außerirdische, intelligente Lebewesen – wenn es sie wirklich gäbe – über Jahrmillionen hinweg Zeit genug gehabt hätten, die Erde zu besuchen. "Wo sind sie?" soll Fermi damals gefragt haben. Vielleicht wäre der 1954 verstorbene Wissenschaftler mit der jetzt von Haqq-Misra und Ravi Kopparapu vorgelegten Arbeit zumindest nicht ganz unzufrieden gewesen.

Kaum beeindruckt zeigt man sich dagegen beim Seti-Institut (Search for Extra-terrestrial Intelligence) im kalifornischen Mountain View, wo man sich seit 1984 mit der Suche nach außerirdischem, intelligenten Leben befasst, unter anderem mit Hilfe der Radio-Astronomie.

Dort hält man die Suche nach Radio-Signalen, die Hinweise auf außerirdische Intelligenzen geben könnten, für effektiver als die Suche nach realen Artefakten aus fernen Welten. "Das spart Energie", meint Douglas Varkoch, SetI-Direktor für die Untersuchung interstellarer Signale, "es ist leichter, in der ganzen Galaxie nach außerirdischer Intelligenz zu suchen als im eigenen Hinterhof."

© WELT Online

Quelle: GMX.de

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